Infrastrukturschutz

USA und China verhandeln Nichtangriffspakt im Netz

Web
21.09.2015 08:16
Die USA und China verhandeln nach Informationen der "New York Times" über einen Vertrag zum Schutz vor Cyberangriffen der Gegenseite auf wichtige Teile der Infrastruktur. Darin sollen sich beide Staaten dazu verpflichten, nicht als erste mit solchen Attacken die Infrastruktur lahmzulegen.

Ziel sei es, eine entsprechende Vereinbarung bekannt geben zu können, wenn der chinesische Präsident Xi Jinping am kommenden Donnerstag zu einem Staatsbesuch nach Washington reist, berichtete die Zeitung weiter. Sie berief sich dabei auf Angaben von Regierungsbeamten, die an den Verhandlungen beteiligt sind.

Den Informationen zufolge wäre es der erste Vertrag dieser Art weltweit. Allerdings würde die angestrebte Vereinbarung die USA nicht vor den meisten derartiger Attacken schützen, die Washington China in der jüngsten Zeit angelastet habe, hieß es weiter. Dazu gehörten etwa militärische Industriespionage oder der chinesischen Hackern zugeschriebene Angriff auf Dateien der US-Personalverwaltung im vergangenen Jahr.

Es gehe vielmehr um den Schutz vor Cyberattacken auf Kraftwerke, Bankensysteme, Mobiltelefonnetzwerke und Krankenhäuser, so die "New York Times".

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