Mi, 18. Juli 2018

Datenschutz

26.02.2015 08:44

Facebook wegen neuer AGBs abgemahnt

Der deutsche Bundesverband der Verbraucherzentralen hat bereits Internetgiganten wie Google und Apple Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen abgetrotzt. Nun nehmen sich die Verbraucherschützer die neuen umstrittenen AGBs von Facebook vor.

Die Verbraucherschützer haben das soziale Netzwerk abgemahnt. Ihrer Auffassung nach verstoßen 19 Klauseln aus Facebooks Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie gegen geltendes Recht.

Der Verband kritisiert insbesondere die Auswertung von Nutzerdaten zur Verknüpfung mit Werbung. "Für den Verbraucher erschließt sich nicht auf den ersten Blick, wann welche Daten für welche Zwecke verwendet werden", hieß es.

Nach deutschem Recht dürfen Unternehmen persönliche Daten nur verwerten, wenn die Nutzer dem zustimmen. Diese Einwilligung fehle bei Facebook.

Von wegen "kostenlos"
Die Verbraucherschützer werfen Facebook außerdem vor, das eigene Geschäftsmodell zu verharmlosen. "Facebook ist und bleibt kostenlos", heißt es auf der Anmeldeseite des Netzwerks.

"Nutzerinnen und Nutzer zahlen zwar kein Geld für die Benutzung von Facebook. Dafür nutzt Facebook sämtliche Daten der Nutzer und verkauft diese in Form von personalisierten Werbeplätzen an werbetreibende Unternehmen", erklärte der Verband. Die Informationen über die Nutzer seien für Facebook "bares Geld" wert.

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