Aufregung nahe einem Freibad an der Alten Donau in Wien. Ein gnadenloser Parksheriff ließ das Fahrzeug einer Frau mit schwerer Beeinträchtigung wegschleppen, was zu einer heftigen Diskussion vor Ort führte. Grund dürfte eine Verwechslung gewesen sein.
Ein Parkausweis für Behinderte bringt Beeinträchtigten jene Freiheit, die sie für die Mobilität benötigen: Außer in Einfahrten kann man sein Fahrzeug damit praktisch überall in der Stadt kostenlos abstellen. Zudem gibt es oft extra ausgewiesene Zonen. So auch in der Arbeiterstrandbadstraße nahe dem Strandbad Alte Donau. Dort kam es am Samstagabend zu einer hitzigen Diskussion.
Ein weißer Peugeot stand auf dem Behindertenparkplatz. Gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe lag der (grüne) Schwerbehindertenausweis einer älteren Dame. Gegen 21.50 Uhr kam ein Abschleppwagen und wollte den Pkw wegschaffen.
Auch Telefonat mit Polizei brachte keine Lösung
Ein Passant, der die Aktion für unfair und inkorrekt hielt, fotografierte den Vorgang und stellte den Mitarbeiter der Transportfirma zur Rede. „Er zeigte mir die Abschleppaufforderung eines Parksheriffs“, so der „Krone“-Leser. Auch ein Telefonat mit der Polizei brachte keine Klärung. Kurzum: Der Wagen wurde auf den Tieflader gehoben und weggeschafft.
Wohl falschen Ausweis ins Auto gelegt
Die zuständige MA 67 möchte sich zum konkreten Fall aus Gründen des Datenschutzes nicht äußern. Die Behörde merkt aber an, dass für das Abstellen von Fahrzeugen nicht der Behindertenausweis, sondern die (blaue) Parkkarte für Menschen mit Behinderung maßgeblich ist. Da lag wohl der falsche Ausweis im Auto.
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