Vor 30 Jahren, am 14. November 1996, nahmen drei Verbrecher in der Grazer Karlau Geiseln. Ein Vorfall, der sich leider jederzeit wiederholen könnte!
Drei Schwerstkriminelle, die sich mit Messern bewaffnen, hinter Gittern funktionsfähige Bomben basteln und Häf’n-Personal in ihre Gewalt bringen: Ein unglaubliches Verbrechen, das vor 30 Jahren unser Justizsystem erschütterte – und an das man angesichts aktueller Vorkommnisse in unseren Haftanstalten wieder erinnern muss. Denn wer meint, dass die politisch Verantwortlichen aus diesem Desaster gelernt hätten, irrt gewaltig. Der ernüchternde Befund: Ein Geiseldrama wie 1996 in der Grazer Karlau könnte jederzeit wieder passieren!
Schließlich prangern Gewerkschaften und Wachebeamte seit geraumer Zeit teils untragbare Zustände hinter unseren Gefängnismauern an. Die Anstalt Jakomini etwa ist völlig überbelegt, viele Häftlinge müssen 23 Stunden am Tag in ihren Zellen bleiben. Die mangelnde Betreuung und Unterbeschäftigung der teils Schwerkriminellen sorgt für Aggressionen und führt zu Übergriffen; auch gegen Justizwachebeamte, die den Frust der Insassen am eigenen Leib zu spüren bekommen. Sie fordern mehr Personal, mehr Unterstützung von der Politik – doch die stellt sich taub. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es zur nächsten Gewalt-Explosion kommt!
Kommen Sie gut durch den Sonntag!
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