Pläne präsentiert

Was am „Pucher-Areal“ alles hinkommen soll

Burgenland
08.10.2026 16:12

Nach jahrelangen Diskussionen um das Projekt in Mattersburg legt die BWSG nun detaillierte Pläne für das Stadtquartier vor. 

Es gibt im ganzen Bezirk wohl nur wenige Projekte, die für so viele Diskussionen gesorgt haben, wie jenes für das sogenannte Pucher-Areal in der Michael-Koch-Straße in Mattersburg. Seit Jahren wird darum gerungen, was auf dem Riesengrundstück im Besitz der BWSG hinkommen soll. Ursprünglich war vorgesehen, Wohnungen, ein neues Rathaus, ein Hotel und eine Polizeiinspektion auf dem Grundstück zu errichten. Die Meinungen der politischen Parteien – und der Bürgerinitiative „Lebenswertes Mattersburg“ – zu dem Vorhaben gingen allerdings weit auseinander.

Vier Baukörper geplant
Jetzt hat die BWSG konkrete Details für das neue Stadtquartier bekannt gegeben. Vorgesehen sind insgesamt rund 160 frei finanzierte Mietwohnungen – errichtet in mehreren Etappen – , eine Polizeistation, großzügige Grün- und Freiflächen, öffentliche Wege quer durch das Areal und eine Tiefgarage für die Bewohner. Umgesetzt werden soll dies in vier getrennten Baukörpern. Zwei zusätzliche Baukörper sind möglich, aber derzeit nicht Teil der Pläne.

Die BWSG will auf viel Grün setzen.
Die BWSG will auf viel Grün setzen.(Bild: BWSG)

Viel Grün
Die Bauverhandlung soll in zwei Wochen über die Bühne gehen. Abhängig von den erforderlichen Genehmigungen wird ein Baustart für 2027 anvisiert. Zwischen den Gebäudeblöcken sind öffentliche Wege und viel Grün vorgesehen, höchstens 50 Prozent der Fläche soll verbaut werden. Bei der Architektur will man Rücksicht auf das Stadtbild nehmen. Als Erstes soll der Baukörper 1 errichtet werden, in dem auch die Polizei untergebracht ist.

Kinder entscheiden über Namen
„Wir freuen uns, dass das Projekt nun Formen annimmt. Wir sind überzeugt, dass das Vorhaben einen wichtigen Mehrwert für die Mattersburger Innenstadt darstellen wird“, heißt es von der BWSG. Wie das neue Stadtquartier und die einzelnen Baukörper heißen werden, sollen die Kinder der Volksschule in einem Wettbewerb entscheiden.

Rathaus-Pläne noch offen
Ein neues Rathaus wird von der BWSG nicht mehr angeführt. Laut Bürgermeisterin Claudia Schlager soll es dazu noch weiterführende Gespräche geben. Das Ziel sei, dass das neue Rathaus auch dort hinkommen soll – „über kurz oder lang“, so Schlager. Sie zeigt sich froh, dass nach all den Jahren bei dem Areal etwas weitergeht. Dem Bauwerber BWSG habe man als Stadt ein enges Korsett hinsichtlich Bebauungsdichte, -höhe und Begrünung vorgegeben – alles sei eingehalten worden.

Wunsch nach Präsentation
Bezüglich des Wunsches der Bürgerinitiative „Lebenswertes Mattersburg“, dass die Pläne nun auch im Rahmen einer Bürgerversammlung präsentiert werden sollen, verweist Schlager auf den Bauwerber BWSG. Die Stadt sei nur prüfende Behörde.

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