Vereine vor dem Aus

Dieser Koalition ist der Sport offenbar egal

Steiermark Newsletter
08.10.2026 10:30

Die Grazer Sportvereine funken SOS. Den Großen droht mit der städtischen Holding einer der wichtigsten Sponsoren abhandenzukommen und den vielen kleineren Klubs droht das Aus, weil die Stadt sie mit den Förderungen im Stich lässt.

Egal, ob Titel im Fußball, Eishockey, Volleyball oder American Football geholt werden – sobald ein Verein in der Landeshauptstadt Erfolg hat, gibt‘s im Rathaus den großen Bahnhof, Eintragung ins Goldene Buch der Stadt inklusive. Alle politischen Verantwortlichen stehen da Spalier und posieren gerne und (völlig uneigennützig) für Fotos, die dann natürlich auch auf den eigenen Kanälen geteilt werden. Doch wie ernst es KPÖ und Grüne mit ihrer Liebe zum Sport meinen, merken die Vereine dann relativ schnell, wenn der große Auftritt vorbei ist.

Den 99ers wurde etwa just nach ihrem ersten Meistertitel überhaupt die Hälfte des Sponsorings durch die städtische Holding Graz gestrichen. Dass man dies dort nicht aus Jux und Tollerei, sondern auf direkte Anweisung aus dem Rathaus macht, ist anzunehmen. Aktuell wird ja überlegt, den großen Drei, also Sturm, GAK und den 99ers das Sponsoring überhaupt zu kürzen, wir haben berichtet.

Freilich, diese drei Vereine werden das finanziell überleben, weil sie aktuell wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Aber es ist ein Zeichen, welchen Stellenwert der Sport in dieser Stadt hat. So wurde das Sportbudget unter der KPÖ sukzessive weniger, aktuell liegt man sogar unter fünf Millionen Euro – für den gesamten Sport in der zweitgrößten Stadt Österreichs. Vom endlosen Eiertanz rund um das aus der Zeit gefallene Stadion in Liebenau gar nicht zu reden.

Vereine zittern
Und jetzt lässt Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) aufgrund der katastrophalen finanziellen Lage die unzähligen kleinen Grazer Sportvereine zittern. Sie warten heute noch immer auf verbindlich zugesagte Förderungen für das Jahr 2026 – und der Kalender zeigt aktuell immerhin schon Oktober an. Johannes Tunner, Obmann des JSV Ries-Kainbach, wandte sich nun per offenen Brief an Elke Kahr und ihre Regierungskollegen. 

Erster Klub droht mit Auflösung
Der Verein im Grazer Osten betreut aktuell rund 250 Kinder- und Jugendliche. Immerhin 30.000 Euro ist der Stadt dieses Engagement wert – heuer offenbar nicht mehr. Der umtriebige Vereinschef sieht deshalb keine andere Möglichkeit, als den Verein mit 1. Jänner 2027 zu schließen, sollte sich an der Situation nichts ändern. Während Wunschprojekte der Koalition allen Budgetwarnungen zum Trotz eifrig vorangetrieben werden, lässt man die Sportvereine mit ihren unzähligen ehrenamtlichen Funktionären ums Überleben zittern. Und dabei geht‘s vergleichsweise um die berühmten Peanuts. Ein äußerst peinliches Bild, das die steirische Landeshauptstadt hier abgibt.

Kommen Sie dennoch gut durch diesen Donnerstag!

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Schon bald erwartet Sie auf krone.at ein rundum erneuerter Forenbereich mit vielen neuen Features! Mehr Informationen finden Sie hier.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung