1,1 Milliarden Menschen leiden weltweit unter Sehverlust. Hauptursache sind unkorrigierte Sehfehler, im Volksmund Kurz- oder Weitsichtigkeit. Das müsste aber nicht sein, denn 90 Prozent des Sehverlustes könnten mit medizinischer Versorgung vermieden werden.
Die häufigste Ursache für Erblindung ist demnach der Graue Star, und das kann medizinisch vermieden bzw. behoben werden, wie die Hilfsorganisation „Licht für die Welt“ anlässlich des Welttages des Augenlichtes am 8.Oktober festhält. Gerade für die Entwicklung sei das Sehen besonders wichtig, denn 80 Prozent des Lernprozesses würden über den Sehsinn verarbeitet, erläutert „Licht für die Welt“ in einer Aussendung.
Aber auch Sehen müsse gelernt sein: Bekommt ein Kind nicht rechtzeitig medizinische Hilfe, etwa nach einem Unfall, bei starkem Schielen oder Fehlsichtigkeit, können Sehschäden bleiben, warnt die Organisation.
Vernachlässigte Tropenkrankheiten
Seit 1988 hat „Licht für die Welt“ nach eigenen Angaben 100 Millionen Medikamente gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten verteilt – vor allem gegen die bakterielle Augeninfektion Trachom. Laut WHO benötigten Ende 2025 weltweit erstmals weniger als 100 Millionen Menschen eine Behandlung gegen Trachom. Zusätzlich ermöglichten die Helfer seit 1988 mehr als 20 Millionen Augenuntersuchungen und führten rund 1,4 Millionen Augenoperationen durch. Seit 2018 kamen weitere 1,4 Millionen Augenchecks an Schulen hinzu – insbesondere für Kinder in Regionen, in denen medizinische Versorgung sonst kaum erreichbar ist.
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