Seit mehr als 200 Jahren hatten sich Historiker an einem verschlüsselten Schriftstück von Napoleon Bonaparte die Zähne ausgebissen. Nun löste es die KI in sechs Stunden.
Bislang war nur so viel war bekannt: Im März 1809 ließ der französische Herrscher über seinen Stiefsohn Eugene diesen Brief an den Offizier Auguste de Marmont schicken. Dieser hatte seine Soldaten im kroatischen Dalmatien stationiert, ein Krieg zwischen Frankreich und dem Kaisertum Österreich stand bevor.
Code in sechs Stunden geknackt
Der KI-Ingenieur Carter Church knackte nun den Napoleon-Code im Zusammenspiel mit GPT-6 Astra in nur sechs Stunden und gab das auf seiner Homepage bekannt. Aus dem Nichts heraus schaffte es das KI-Programm aber auch nicht, denn in den vergangenen Jahrzehnten hatten Kryptografen bereits 33 solcher Napoleon-Codes entschlüsselt und ihre Ergebnisse veröffentlicht.
Das verschlüsselte Schriftstück besteht aus rund 1300 Zeichen, die wiederum in 155 verschiedenen Symbolen niedergeschrieben worden sind. Die KI spielte für die Lösung Möglichkeiten durch und verglich diese mit Statistiken, die die Häufigkeit von Buchstaben in französischen Texten darstellen.
Und was hatte der französische Feldherr Geheimes mitzuteilen?
Er verriet dem Offizier in dem historischen Schriftstück, wo seine Truppen stehen. Dabei handelte es sich um 40.000 bayerische Soldaten bei München und ein Elite-Korps bei Augsburg.
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