Eine gebrochene Rippe, ein blaues Auge und zahlreiche weitere Verletzungen: Als Klaus Schneider an einem Bankomaten in Bregenz Geld abheben will, wird er brutal von hinten attackiert. Ein amtsbekannter 13-Jähriger tritt den Mann nieder und stiehlt ihm Geld und Karte. Bitter für das Opfer: Der mutmaßliche Täter ist aufgrund seines Alters nicht strafmündig.
Was eigentlich ein gemütlicher Abend mit Freunden bei einem gemeinsamen Bier werden sollte, endete für Klaus Schneider aus Bregenz vor wenigen Tagen schwer verletzt im Krankenhaus.
Was war geschehen? Schneider wollte bei einer Sparkassa-Filiale in der Landeshauptstadt Geld beheben. Seine Freunde gingen bereits vor zum ausgemachten Treffpunkt. Was Klaus fatalerweise nicht bemerkte: Er wurde bereits beobachtet.
„Ist mir hinter einem Pfosten aufgelauert“
„Er hat mich hinter einem Pfosten beobachtet, bis das Geld gekommen ist“, erzählt Schneider im Gespräch mit der „Krone“. Dann sei alles ganz schnell gegangen. „Er hat mich von hinten niedergerissen, auf den Boden geworfen und zweimal auf mich eingeschlagen“, erinnert er sich an den plötzlichen und brutalen Angriff. Mit dem abgehobenen Geld und Schneiders Bankomatkarte machte sich der Täter aus dem Staub.
Man sieht genau, wie er wartet, bis das Geld kommt. Dann hat er mich von hinten gepackt und niedergerissen.
Klaus Schneider wurde mitten in Bregenz brutal überfallen.
Anzeige erstattet: Angriff von Kameras aufgezeichnet
Schneider ging umgehend zur Polizei und erstattete Anzeige. Dabei wurden auch Videos der Überwachungskameras ausgewertet, die den brutalen Überfall aufgezeichnet hatten. „Man sieht genau, wie er wartet, bis das Geld kommt. Dann hat er mich von hinten gepackt und niedergerissen“, schildert Schneider den schockierenden Moment.
„Schlimm, dass man mitten in der Stadt mit sowas rechnen muss“
Auch Tage später sind Klaus Schneider die Folgen des Überfalls noch deutlich anzusehen. Neben sichtbaren Verletzungen wie Schürfwunden im Gesicht und einem blauen Auge zog sich das Opfer eine gebrochene Rippe zu. „Das ist eigentlich das, was am meisten schmerzt“, erzählt er.
Was Schneider allerdings noch mehr beschäftigt als seine Verletzungen, ist der Umstand, dass er mitten in Bregenz Opfer eines derartigen Überfalls wurde. „Ich finde es ziemlich schlimm, dass man mitten in der Stadt mit sowas rechnen muss“, betont er gegenüber der „Krone“.
Mutmaßlicher Täter soll erst 13 Jahre alt sein
Dem Opfer zufolge konnte der mutmaßliche Täter bereits ausgeforscht werden. Er sei bereits amtsbekannt. Weil der Verdächtige allerdings erst 13 Jahre alt sein soll, ist er in Österreich noch nicht strafmündig.
Diese Tatsache sorgt bei dem Bregenzer allerdings für Kopfschütteln. Für ihn steht nach dem Erlebten fest: „Da muss die Strafmündigkeit runtergesetzt werden.“
Polizei bestätigt den Vorfall
Auf Anfrage der „Krone“ bestätigte die Landespolizeidirektion Vorarlberg den Vorfall. Auch, dass das Opfer den Überfall zur Anzeige gebracht hat. Weitere Informationen zur Tat könne man allerdings aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht nennen.
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