Liebe „Krone“-Leser, der Plural von Ära ist zugegeben nicht ganz so häufig anzutreffen. In Salzburg muss man den Begriff „Ären“ jetzt aber in seinen Wortschatz aufnehmen. Denn gleich mehrere alteingesessene Traditionsbetriebe werden ihre Türen für immer schließen. Jahrzehntelange Erfolgsgeschichten werden in den kommenden Wochen zu Ende geschrieben.
Den Anfang macht am Mittwoch Blumenkünstler Jörg Doll. Seit Wochen schon tragen Kundschaften die letzten verbliebenen und preislich stark reduzierten Dekogegenstände aus dem Geschäft im Nonntal. Die Zweigstelle im Europark läuft bereits unter neuem Namen. Doll selbst will mit dem, was er jahrzehntelang gemacht hat, nichts mehr am Hut haben. Er hat das Grundstück mit den alten Glashäusern schon lange an einen Wohnbauträger verkauft.
Auch in Werfen geht eine – da ist das Wort wieder – Ära zu Ende. Die Brüder Obauer schließen die Türen ihres Sterne-Restaurants Ende Oktober. Sie haben ihr Leben auf die steile Karriere ausgerichtet. Wie ein Ruhestand nach dem Job, der eigentlich viel mehr als nur ein Beruf war, aussieht, das können sich die beiden selbst wohl noch nicht vorstellen.
Und auch in der Stadt Salzburg tut sich etwas: Sebastian Rabls Hermès-Laden sperrt zu. Die französische Luxusmarke hat den Vertrag mit dem Standort nicht verlängert.
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