500 Gigabyte abgesaugt

KI-Cyberangriff auf europäischen Bahnbetreiber

Digital
28.09.2026 10:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die spanische Staatsbahn RENFE ist nach eigenen Angaben Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem Daten von Nutzern betroffen waren. Der Vorfall habe seinen Ursprung auf zuvor kompromittierten Servern des staatlichen Infrastrukturbetreibers ADIF gehabt, die mit den Systemen von RENFE verbunden seien, teilte das Unternehmen mit. Die Angreifer hätten auf begrenzte Nutzerdaten zugreifen können, vor allem auf Namen und E-Mail-Adressen.

Hinweise auf einen Zugriff auf Bank- oder Finanzdaten, Zahlungsmittel, Ausweisdaten oder andere besonders sensible Informationen gebe es nicht. Auch lägen keine eindeutigen Hinweise darauf vor, dass die erbeuteten Daten veröffentlicht worden seien. Wie viele Nutzer betroffen sind und wann der Angriff stattfand, teilte RENFE nicht mit.

Langanhaltende Attacke
Nach Angaben der Zeitung „El Mundo“ setzte eine kriminelle Organisation bei dem Angriff auf die Internetseite von ADIF ein System ein, das einem KI-System des US-Unternehmens Anthropic ähnelte. Es handelte sich dem Bericht zufolge um den ersten Cyberangriff mit Hilfe von KI auf die Internetseite eines spanischen Staatsunternehmens. Die Täter hätten 500 Gigabyte Daten erbeutet. RENFE selbst machte dazu keine Angaben.

Dem Unternehmen zufolge waren dem Vorfall mehrere Wochen mit Angriffsversuchen vorausgegangen, die erkannt und erfolgreich abgewehrt worden seien. Der Bahnverkehr laufe normal.

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