Kein Essen und Trinken für jüdische Gäste! Die „Krone“-Geschichte über den Antisemitismus-Eklat von Bad Hofgastein schlägt immer höhere Wellen. Jetzt schaltet sich gar der Chef der Israelitischen Kultusgemeinde ein – und übt scharfe Kritik an Salzburgs politischen Entscheidungsträgern...
„Ich kann diese Plattitüden über Antisemitismus und wie schrecklich das nicht alles ist, nicht mehr hören. Jetzt braucht es mehr als bedauernde und leere Worte.“ Elie Rosen hat genug! Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Salzburg, Steiermark und Kärnten geht in die Offensive, will nach den jüngsten Vorfällen im Gasteinertal nicht mehr tatenlos zusehen.
Die „Krone“ deckte den unschönen Zwischenfall am Wochenende auf: Ein Imbissbesitzer mit muslimischen Wurzeln soll in Bad Hofgastein eine israelische Urlauberfamilie aus Gründen der Herkunft nicht bedient haben. „Wegen Gaza“, soll der Mann gesagt haben. Der Gastronom bestreitet dies zwar, im Internet berichten weitere Urlauber aber von ganz ähnlichen Situationen.
Elie Rosen geht derweil mit Salzburgs Politik scharf ins Gericht. Er vermisst ein klares Bekenntnis gegen Judenfeindlichkeit – aus welcher Richtung diese auch immer kommen sollte. „Im Landtag ist man offensichtlich mit dem Rechtsextremismus und dieser Art des Antisemitismus genug befasst. Man darf aber auch auf dem anderen Auge nicht blind sein“, fordert der Präsident.
Es bleibt abzuwarten, wie Salzburgs Entscheidungsträger darauf reagieren werden. Die „Krone“ wird auch darüber berichten und wünscht derweil einen schönen Wochenstart!
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