Wien-Kenner gesucht

Haben Sie eine Ahnung, wer und wo das sein könnte?

Wien
25.09.2026 09:00

Das Wien Museum will wieder mit Hilfe der Bevölkerung klüger werden: Nach mehreren anderen erfolgreichen Crowdsourcing-Projekten geht es nun um unzählige alte Stadtansichten, die durch das Insider-Wissen von Wienerinnen und Wienern über ihre Heimat-Grätzeln mit Leben erfüllt werden sollen

Die ohnehin schon unermesslichen Archivbestände des Wien Museums  bekommen durch die Digitalisierung der Bestände ständig weiter Zuwachs, werden so dauerhaft bewahrt und im Internet für alle sichtbar. Daraus will das Museum mit einem weiteren Crowdsourcing-Projekt Nutzen ziehen und die Sammlung von seit dem 19. Jahrhundert fotografierten Stadtansichten mit dem Wissen der Wiener Bevölkerung von heute hinterlegen.

Es geht um weit mehr als „nur“ die Adresse
2691 Fotos auf crowdsourcing.wien sind erst der Anfang, denn im ersten Schritt geht es nur um Ansichten aus der Josefstadt, Penzing, Döbling und der Brigittenau. Weitere Bezirke werden nach und nach folgen. Alles, was man an Information zu den gezeigten Ansichten geben kann, ist erwünscht. Es geht nicht nur um die Verortung der Ansichten – die Adresse ist bei vielen Ansichten bekannt, leicht festzustellen und steht manchmal sogar in den Bildern. Mehr aber auch nicht.

Zu dieser Ansicht aus Penzing gibt es keine weiteren Informationen. Die Mitwirkung der ...
Zu dieser Ansicht aus Penzing gibt es keine weiteren Informationen. Die Mitwirkung der Bevölkerung soll das ändern.(Bild: Wien Museum Online Sammlung)
Das ist eindeutig der Kindergarten im Karl-Marx-Hof – aber wer hat das Bild wann aus welchem ...
Das ist eindeutig der Kindergarten im Karl-Marx-Hof – aber wer hat das Bild wann aus welchem Grund angefertigt?(Bild: Wien Museum Online Sammlung)
Das Bild zeigt Weidlingau im 14. Bezirk – aber von wo aus wurde das fotografiert, und was sind ...
Das Bild zeigt Weidlingau im 14. Bezirk – aber von wo aus wurde das fotografiert, und was sind die Geschichten der zu sehenden Häuser?(Bild: timtom)

Jede und jeder kann nach einer kurzen Registrierung an dem Projekt teilnehmen, sich bisher unerforschte Fotos vornehmen oder die von anderen bisher zusammengetragenen Fakten kritisch bewerten. Man setze bewusst auf „menschliche Expertise“, betont das Wien Museum: „Rückseitige handschriftliche Notizen, individuelle Beschriftungen und bildliche Besonderheiten erfordern Kontextwissen, Genauigkeit und ein Gespür für historische Zusammenhänge.“

Für das Wien Museum ist die Mitwirkung der Bevölkerung alles andere als nur ein Gag. Die gemeinsame Entschlüsselung von alten Kochrezepten etwa, zu der auch die „Krone“ aufgerufen  – und bei einem Test die Künstliche Intelligenz an ihre Grenzen gebracht  – hatte, ist etwa bereits zu 97 Prozent abgeschlossen. Die Hälfte der Rezepte braucht allerdings noch einen zweiten kundigen Blick für eine Überprüfung, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt – denn schließlich werden alle Beiträge der Wienerinnen und Wiener bei dem Crowdsourcing-Projekt Teil des offiziellen Gedächtnisses der Stadt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung