Rad-Profi Mühlberger

Nach schwerem Vuelta-Sturz jetzt Rückenschläfer

Sport
25.09.2026 08:00

„Das ging alles so schnell, ich habe den Sturz absolut nicht kommen sehen“, erinnert sich Radrennfahrer Gregor Mühlberger an seinen Sturz auf der 13. Etappe der Vuelta-Tour in Spanien zurück.

Nach einer Kollision flog der Haidershofener mit dem Kopf voran über den Lenker, krachte auf den Asphalt. „Ich habe zwar versucht weiterzufahren, hatte aber Mühe, überhaupt auf der Straße zu bleiben. Per Funk kam dann zehn Kilometer später das Zeichen, aufzuhören.“

Sturz auch aus sportlicher Sicht bitter
Der 32-Jährige kam mit leichter Gehirnerschütterung und einer Gelenksverstauchung in der linken Schulter davon. Doppelt bitter: bis zum Crash lag der der „Edelhelfer“ von Felix Gall auf Gesamtrang neun. „Das war wohl die einzige Chance, bei einer Grand Tour in die Top zehn zu fahren“, murrt der Decathlon-Athlet. „Noch dazu konnte ich Felix nicht unterstützen, mit unserer Form wäre einiges drin gewesen!“

Der 32-Jährige erlitt bei seinem Sturz eine Schulterverletzung.
Der 32-Jährige erlitt bei seinem Sturz eine Schulterverletzung.(Bild: Instagram:Gregor Mühlberger)

Besserung in Sicht
Stattdessen ist Mühlberger zum Nichtstun verdammt, wurde verletzungsbedingt sogar zum Rückenschläfer. „Das war für mich fast die größte Umgewöhnung“, lacht der diesjährige Ö-Tour-Sieger, für den Training auf dem Sattel aktuell nur bedingt möglich ist. „Die Schmerzen werden Tag für Tag weniger, die Mobilität immer besser“, ist er aktuell auf andere Beschäftigungen angewiesen. „Ich sitze die Tage ab, gehe nur zur Physio. Und ich habe Zeit für Dinge, die sonst zu kurz kommen – wie putzen und sauber machen“- einhändig natürlich!“

Mühlberger (li.) ist „Edelhelfer“ von Felix Gall.
Mühlberger (li.) ist „Edelhelfer“ von Felix Gall.(Bild: Instagram: Team Decathlon)

„Lasse Vernunft siegen“
Was die Rückkehr in den Rennzirkus betrifft, lässt der Routinier Ruhe walten. „Ich habe genug Erfahrung, um da die Vernunft siegen zu lassen. Auch wenn es mir nicht immer leicht fällt“, grinst Mühlberger. „Aber ich möchte hundert Prozent fit in die neue Saison gehen, daher lass ich mich auf keine Dummheiten ein.“ Verständlich, denn mit Kollege und Freund Felix Gall geht Mühlberger in der nächsten Saison für das Lidl-Trek-Team an den Start, verlässt Decathlon nach nur einem Jahr. „Wir haben einiges vor, die Saison kann richtig geil werden.“

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