Dreijährige in Panik

Laserattacken auf Familie: Rache der Tuningszene?

Tirol
25.09.2026 08:00

Rächt sich die Tuningszene an einer Familie in der Tiroler Gemeinde Telfs (Bezirk Innsbruck-Land), die sich gegen Lärmterror in der Nacht zur Wehr setzte? Die Eltern und ihr dreijähriges Kind sind jetzt Laserattacken ausgesetzt – und verzweifelt.

Die Tiroler Tuningszene hat beim Sportzentrum in der Oberländer Marktgemeinde der Familie in der direkten Nachbarschaft das Leben und die Nächte zur Hölle gemacht. Weil der Lärmterror unerträglich wurde, setzten sich die Telfer zur Wehr, indem sie stets die Polizei informierten, sobald wieder Gummi gegeben wurde. Und sie wandten sich auch an die „Krone“ – mit Erfolg!

Denn inzwischen würden die Autofetischisten kaum noch am Parkplatz beim Sportzentrum ihre Runden drehen, schildert der Familienvater, der anonym bleiben möchte. So weit, so gut.

Die Drifter machten den Anwohnern lange Zeit das Leben zur Hölle.
Die Drifter machten den Anwohnern lange Zeit das Leben zur Hölle.(Bild: privat, Krone KREATIV)

Doch jetzt gibt es regelmäßig Attacken mit Laserpointern. Damit zielen Unbekannte auf die Fenster der Wohnung der Familie mit der dreijährigen Tochter. Dass das Ziel zufällig ausgewählt wurde, will der Familienvater nicht glauben.

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Ich habe mich bei der Polizei erkundigt, ob solche Laserangriffe auch von woanders in Telfs bekannt sind. Sie wussten aber von keinen anderen Vorfällen.

Der leidtragende Familienvater

„Ich habe mich bei der Polizei erkundigt, ob solche Laserangriffe auch von woanders in Telfs bekannt sind“, so der Familienvater zur „Krone“. „Die Polizei wusste aber von keinen ähnlichen Vorfällen“, erzählt er.

Opfer glaubt nicht an Zufälle
Es sei auch immer nur die Wohnung der Familie in dem Wohnblock betroffen gewesen. Er glaube nicht an Zufälle und hat einen beklemmenden Verdacht: Die Attacken würden mit der Tuningszene zusammenhängen. Er vermutet, dass es sich um Rache für seinen Protest handle.

In dem „Käfig“ wird regelmäßig lautstark in der Nacht gekickt.
In dem „Käfig“ wird regelmäßig lautstark in der Nacht gekickt.(Bild: Christof Birbaumer)

Jugendliche flüchteten
Einmal sei seine Frau gegen 23 Uhr zu den Übeltätern auf die Straße gegangen. Die drei Jugendlichen hätten daraufhin sofort das Weite gesucht.

„Wenn du ,Bitte‘ sagst, gehen wir“
Stichwort Jugendliche: Im eingezäunten Fußballplatz gegenüber würden junge „Sportler“ regelmäßig in der Nacht Krach machen. „Ich habe sie einmal um 3 Uhr früh aufgefordert, das Spielen zu lassen“, schildert der Telfer.

Die Antwort der Kicker machte ihn perplex. Er müsse „Bitte“ sagen, dann würden sie gehen. „Ich verstehe nicht, dass das erlaubt ist. Auf Spielplätzen ist ja auch um 20 Uhr Schluss.“

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