Seit 70 Jahren begleitet „Jugend am Werk Kärnten“ junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit. Die Organisation ist mit drei Standorten in Klagenfurt, Villach und Wolfsberg vertreten. Trotz positiver Entwicklung heißt es seitens der Geschäftsführung: „Unsere Arbeit ist aktueller denn je!“
Nach Abschluss der Pflichtschule ist der Einstieg in weiterführende Ausbildungen oder in die Berufswelt für viele Jugendlichen heraus- oder gar überfordernd. Seit 70 Jahren hat es sich die Organisation Jugend am Werk Kärnten zum Ziel gemacht, jungen Menschen aus der Orientierungslosigkeit zu helfen und sie auf ihrem Weg in eine Ausbildungs- oder Berufsstätte zu begleiten.
Was 1956 als berufspädagogische Einrichtung begonnen hat, ist mittlerweile zu vielfältigen Kompetenzzentren in Klagenfurt, Villach und Wolfsberg geworden. „Unser Auftrag ist nach 70 Jahren nicht erledigt – er ist aktueller denn je. Angesichts der aktuellen Entwicklungen dürfen wir keinen jungen Menschen zurücklassen“, sagt Elisabeth Niederer, Geschäftsführerin von Jugend am Werk Kärnten.
Diesbezüglich bietet die Organisation verschiedene Fachgruppen an, denen sich die Jugendlichen anschließen können. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Bereich „Küche und Service“. In Zukunft soll auch die Sparte „Finanzen und Wirtschaft“ stärker fokussiert werden.
Es beginnen nicht alle Jugendlichen auf der gleichen Startlinie. Jugend am Werk verschiebt diese Linie, sodass junge Personen faire Chancen haben.
Daniel Fellner, Landeshauptmann
Jedes Jahr betreut die Organisation etwa 500 Jugendliche, wovon circa 300 an eine Lehrstelle oder weitere Ausbildungsmöglichkeiten weitervermittelt werden können. Dabei agiert Jugend am Werk im Auftrag vom Arbeitsmarktservice (AMS) Kärnten und dem Land Kärnten, welche die Organisation mit 1,5 Millionen Euro bzw. eine halbe Million Euro jährlich fördern. Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten, Peter Wedenig: „Der Erfolg von Jugend am Werk wird dadurch erreicht, dass nicht nur simuliert wird, was sein könnte, sondern wirklich die Praxis geübt wird.“
Francesca Barrone ist seit etwa drei Wochen Teil von Jugend am Werk. „Ich habe die Ausbildung zur Beschriftungsdesignerin und Werbetechnikerin abgeschlossen, möchte mich aber jetzt beruflich umorientieren.“ Durch die Beratung beim AMS ist sie auf den Service bei Jugend am Werk gestoßen und ist seitdem täglich von Montag bis Freitag in der Fachgruppe „Service“ in Villach tätig. „Ich wurde von Anfang an extrem unterstützt und es herrscht überall ein sehr angenehmes Miteinander“, so Barrone.
Auch Landeshauptmann Daniel Fellner betont, wie wichtig die Arbeit von Jugend am Werk ist: „Jugend am Werk ist kein Auffangnetz für junge Personen, sondern ein Sprungbrett. Es ist unglaublich, was in den letzten sieben Jahrzehnten geleistet wurde.“
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