Seit der Sommerpause läuft es bei den Roten aus Maranello nicht mehr rund. Ein Tausch der Power Unit könnte für Ferrari-Pilot Charles Leclerc beim Rennen am Samstag zum Spielverderber werden. Der Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz verriet im Gespräch mit der „Krone“, warum ein frischer Motor nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.
Nach dem Desaster beim Ferrari-Heimrennen in Monza Anfang September, wo Charles Leclerc in der Parabolica seinen Boliden wegschmiss, dabei auch seine Power Unit beschädigte, droht ihm jetzt schon vor Rennstart am kommenden Wochenende in Baku ein Rückschlag ...
Seit der Sommerpause läuft es für die Truppe aus Maranello nicht mehr nach Wunsch. Vier Mal in Folge gab es nun keinen Podiumsplatz mehr. Aus Sorge, dass Leclercs Power Unit beim Monza-Crash beschädigt wurde, hat man diese beim Rennen in Madrid aus dem Kontingent genommen.
Motor doch nicht kaputt
Zwar ergaben die Checks, dass der Motor keinen irreparablen Schaden erlitten hat, dennoch will Ferrari ausnahmsweise nichts dem Zufall überlassen – und für das Rennen, das in Baku bereits am Samstag stattfindet, einen frischen Motor einsetzen.
Das macht die Sache schwer, aber nicht unmöglich.
Alex Wurz über Charles Leclercs Chancen in Baku
„Das macht die Sache schwer, aber nicht unmöglich“, verriet Ex-Formel-1-Pilot Alex Wurz. Denn die Strecke zählt mit ihrer 2,2 km langen Geraden zu den energiehungrigsten im Kalender. Überholen sei laut Wurz „dennoch möglich“. Die neue Power Unit wäre demnach ein Vorteil für Leclerc? „Antonelli war in Madrid mit neuer Power unterwegs, man hat die Energieeffizienz an den Rundenzeiten gesehen“, analysiert Wurz.
„Viele Bremsmanöver“
Kein anderer Pilot stand in Baku so oft auf der Pole Position (4x im Grand Prix, 1x im Sprint) wie Leclerc, einen Sieg einfahren konnte der Monegasse bislang aber noch nicht. Ein Fluch, der auch an diesem Wochenende wieder seine Kreise zieht?
Spannend wird es in der Stadt am Kaspischen Meeres vor allem auf der Start-Ziel-Passage. „Im Stadtinneren gibt es viele Bremsmanöver, aber auf der langen Geraden geht dir dann irgendwann der Saft aus.“ Nach dem ersten Drittel des Abschnitts wird der Top-Speed bereits erreicht sein, danach müsse man ohne Batterie-Power mit dem normalen Verbrennungsmotor bis zum Ende durchziehen. „Das ist halt einfach eine Nebenerscheinug des neuen Reglement,“ weiß der GPDA-Präsidnet.
Bereits 2027 stehen neuerlich Regeländerungen an: „Man will wieder mehr in Richtung Vollgas-Racing gehen, deshalb auch der Schritt zur Verkürzung der Renndauer. So steht pro Runde mehr Sprit zur Verfügung, was dem Teams unterm Strich erlaubt schneller zu fahren.“
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