Wie geht‘s dem Kärntner Sport aktuell? Der Patient kränkelt. Aus dem einstigen Erstliga-Quartett der „Big Player“ wurde ein Trio – und jetzt wackelt auch noch der VSV. Zudem hängt der WAC sportlich auch etwas in den Seilen. Soll man über diese Krise darüber berichten? Ja! Das Land sieht es aber anders. Und: LH Fellner bekennt offiziell Farbe. Eine Kolumne.
Dunkelschwarze Wolken schweben über dem Kärntner Sport. Zwei Jahre lang strahlte Austria Klagenfurt oben mit, bildete mit WAC, KAC und VSV ein grandioses Kärntner Erstliga-Quartett der sogenannten „Big Player“ im Fußball und Eishockey.
Dann aber waren’s nur noch drei, quälte Violett den Fußball-Fan: Mit dem Bundesliga-Abstieg, Skandalen, dem gerade noch abgewendeten Konkurs und dem Abgang in die Regionalliga Süd.
„Ich bin ein VSVler“
Und jetzt? Droht Kärnten das nächste Donnerwetter! Der VSV kämpft ums nackte Überleben – was auch das Herz von Landeshauptmann Daniel Fellner bluten lässt. „Die ganze Familie ist rot-weiß. Aber ich bin seit Kind an ein Blauer, ein VSVler!“, lässt der Wolfsberger, dem VSV-Obmann Manfred Herzog beim Dienstags-Termin der ORF-Superstar-Wahl nicht von der Seite wich, tief blicken. Klar will der LH mit seinen finanzgebeutelten Adlern nun kein blaues Wunder erleben. . .
„Eine positive Story“
Über harte Zeiten redet man beim Land aber ohnehin ungern. So wollte die „Krone“ von Landessportdirektor Arno Arthofer eine Einschätzung zur aktuellen schiefen Lage des Kärntner Sports – zumal auch der WAC als Bundesliga-Vorletzter in den Seilen hängt. Doch die Pressestelle blockte kurioserweise ab, sagte: „Man kann zu diesem Thema ja eine positive Story machen, wenn es dem Kärntner Sport gut geht!“ Klar, gerne. Bis dahin hält sich die „Krone“ aber lieber an die Realität.
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