Die Entstehung der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, Bezirk Mödling, war vor fünf Jahrzehnten ein gewaltiges Wagnis. Als eigentlicher Vater der SCS gilt der Mantelfabrikant Hans Dujsik. Seine Idee: ein großes und vielfältiges Handelsangebot gebündelt an einem Standort unter einem Dach.
Anfang der 1970er-Jahre hatte der Mantelfabrikant die Idee, südlich von Wien ein riesiges Einkaufszentrum nach amerikanischem Vorbild zu errichten. Dujsik setzte dabei auf den Standort Vösendorf – das damals hauptsächlich aus Ackerflächen und aufgelassenen Ziegelteichen bestand. Am 22. September 1976 wurde die SCS nach weniger als zwei Jahren Bauzeit eröffnet. Zur Eröffnung standen 5300 Parkplätze zur Verfügung. Und sie füllten sich rasch.
Seinerzeit war es revolutionär, ein so großes Handelsangebot an einem Ort zusammenzubringen.
Paul Douay, Managing Director, Central Europe bei Unibail-Rodamco-Westfield
„Die Zukunft des stationären Handels entscheidet sich auch an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. „Händler brauchen Standorte, an denen sie investieren, neue Konzepte erproben und langfristig erfolgreich wirtschaften können.
Wie geht es der SCS heute?
Heute heißt die SCS Westfield Shopping City Süd und zählt zu den größten Einkaufszentren Europas. Auf 205.600 Quadratmetern arbeiten rund 5200 Menschen in den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Freizeit. Vor allem der Gastronomieanteil wurde auf 15 Prozent nahezu verdreifacht.
Auch die Zukunft des Handels verändert sich. „Ich sehe keine Renaissance von Fläche, sondern eine Renaissance besserer Fläche“, so Zukunftsforscherin Theresa Schleicher dazu. Besondere Geschäfte, Gastronomie und Freizeitangebote sollen Gründe schaffen, die SCS persönlich zu besuchen.
Und auch die KI könnte künftig im Hintergrund dafür sorgen, dass Sortiment, Preise und Warenbestände genauer auf die Nachfrage abgestimmt werden.
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