Die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed beendet die Erholungsphase bei Gold: Der Preis ist am Mittwochabend nach der Zinserhöhung in den USA auf den tiefsten Stand seit Anfang August abgesackt.
Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) gab am Abend bis zu 1,3 Prozent auf 4235 US-Dollar nach. Zuletzt konnte sich der Goldpreis wieder etwas erholen, lag aber mit 4260 Dollar immer noch deutlich unter dem Niveau vom Dienstag.
Seit Ende August abwärts
Ende Juni hatte der Preis ein Jahrestief von rund 3940 US-Dollar erreicht, danach setzte eine Erholungsphase ein, der Goldpreis stieg Ende August wieder auf knapp 4700 Dollar. Seitdem geht es vor allem wegen der steigenden Zinsen wieder abwärts.
Am Mittwochabend erhöhte die US-Notenbank den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Es ist die erste Leitzinserhöhung seit Sommer 2023. Zudem könnten die Zinsen wegen der anhaltend hohen Inflation im Jahresverlauf noch mal angehoben werden.
Weitere Erhöhung erwartet
Angesichts der aktuellen Teuerungsrate erwarten derzeit 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder mindestens eine Erhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte). Unter diesen können sich vier eine noch weitreichendere Straffung vorstellen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich für 2027 ab: 14 Mitglieder erwarten für das Jahr einen Leitzins von 4,00 bis 4,25 Prozent, eine knappe Mehrheit davon rechnet mit 4,25 bis 4,5 Prozent. Höhere Zinsen machen Gold für Anleger weniger attraktiv.
Mit der nach der US-Zinsentscheidung forcierten jüngsten Korrektur rutschte der Goldpreis im bisherigen Jahresverlauf leicht ins Minus. Seit dem Ende Jänner erreichten Rekordhoch ging es um etwa ein Viertel nach unten.
Krieg und Handelsstreit ließen Goldpreis steigen
Damals hatte der Goldpreis nach einer für die Anlageklasse beispiellosen Rally, innerhalb der sich der Kurs in etwas mehr als zwei Jahren in etwa verdreifacht hat, das Rekordhoch von knapp 5600 Dollar erreicht. Grund für den starken Anstieg waren unter anderem Kriege, Handelskonflikte, sinkende Zinsen, hohe Staatsschulden und Zentralbankkäufe.
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