Antisemitische Gewalt

Männer schlagen und bespucken Rabbiner (60)

Ausland
17.09.2026 07:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Italien sorgt ein neuer Fall von antisemitischer Gewalt für Empörung: In der Großstadt Mailand ist ein Rabbiner von drei Männern attackiert und verletzt worden. Weil der 60-Jährige geistesgegenwärtig handelte, konnten die Angreifer identifiziert werden.

Der jüdische Geistliche wartete gerade auf den Bus, als in plötzlich drei Männer brutal attackierten. „Sie haben ihn getreten und geschlagen, ihm den Hut vom Kopf gerissen, ihn angespuckt“, schilderte der Vorsteher der Jüdischen Gemeinde von Mailand, Walker Meghnagi, den Überfall.

Flüchtige Angreifer fotografiert
Anschließend seien die drei Männer weggerannt. Der 60 Jahre alte Rabbiner schaffte es aber noch, die flüchtigen Angreifer zu fotografieren. Anhand der Fotos hätten die mutmaßlichen Täter schnell ausfindig gemacht werden können, erklärte die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen sind sie arabischer Herkunft. Festnahmen gab es zunächst keine.

Weitere antisemitische Gewalttat
„So etwas Gewalttätiges ist noch nie vorgekommen“, zeigte sich Meghnagi erschüttert. Es ist ein weiterer Fall von antisemitischer Gewalt in Italien, wo es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen auf Menschen jüdischen Glaubens gekommen war. Die Gewalttat wurde über die Parteigrenzen hinweg verurteilt.

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