In der Serie „Mein Sommer“ stellen die Redakteure und Redakteurinnen der „Steirerkrone“ ihre ganz geheimen Sehnsuchtsplätze oder Lieblingsbeschäftigungen in der schönsten Zeit des Jahres vor. Diesmal schreibt Marcus Stoimaier über einen Grazer Klassiker – eine Wanderung auf den Schöckl.
Sicher, im Enns- oder Murtal wird man leicht mitleidig darüber lächeln und es gibt mit Sicherheit auch viel spektakulärere Aufstiege und Ausblicke, aber viele Menschen aus Graz und Umgebung suchen und finden eben am 1445 Meter hohen Schöckl ihr Gipfelglück. Auch für uns geht’s regelmäßig auf den Hausberg der Grazer – entweder via Normalweg (selten), bei viel Motivation über die Lifttrasse (äußerst selten) oder vom Schöcklkreuz weg (fast immer).
Und heuer war’s selbst bei der größten Hitze oben am Berg zumindest ein paar Grad kühler. Der Ausblick vom Plateau entschädigt ohnehin für den einen oder anderen Schweißtropfen, der beim Aufstieg vergossen wurde. Die paar Stunden an der frischen Luft sind einfach herrlich entschleunigend – egal ob im Sommer oder auch dann, wenn‘s nicht mehr ganz so heiß ist. Und der mäßig begeisterte Nachwuchs stellt das mitunter melodische Jammern spätestens dann ein, wenn die geliebte Kaspressknödelsuppe nach erfolgreichem Gifpelsieg am Tisch steht.
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