Ein ehemaliger Funktionär des Vorarlberger Bundesligisten hatte Spielerinnen – darunter auch Minderjährige – heimlich gefilmt und fotografiert, unter anderem beim Umziehen und Duschen. Rechtskräftig verurteilt ist der Mann schon, nun wurde er weltweit für alle fußballbezogenen Tätigkeiten gesperrt.
Den Antrag auf die Sperre beim internationalen Fußballverband FIFA eingebracht hatte die Vereinigung der Fußballer (VdF), dabei wurde sie von der FIFPRO, der weltweit tätigen Dachorganisation und Spielergewerkschaft für professionelle Fußballerinnen und Fußballer, unterstützt. Am 4. August hat das FIFA-Disziplinarkomitee dem Antrag zugestimmt und die weltweite Ausweitung der Sanktion abgesegnet. Da der Betroffene innerhalb der vorgesehenen Frist gegen den Entscheid nicht berufen hat, ist die Sperre ab sofort endgültig und verbindlich. „Wer Spielerinnen heimlich in der Kabine filmt, überschreitet eine klare Grenze. Dass die Sperre nun weltweit gilt, ist ein wichtiges Signal: Wer die Rechte von Spielerinnen schwerwiegend verletzt, kann sich den Konsequenzen nicht durch einen Wechsel ins Ausland entziehen“, betont Christos Papadimitriou, der innerhalb der VdF für den Frauenfußball zuständig ist.

Rund 30 Opfer
Die Vorwürfe gegen den ehemaligen sportlichen Leiter des Frauenfußballteams des SCR Altach waren Ende Oktober 2025 öffentlich geworden. Laut Anklage reichen die heimlichen Aufnahmen bis ins Jahr 2018 zurück, rund 30 Spielerinnen sind Opfer des Spanners geworden. Am 23. Februar 2026 wurde der gebürtige Schweizer am Landesgericht Feldkirch zu sieben Monaten bedingter Freiheitsstrafe und einer unbedingten Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt.
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