Jeden Tag geben unsere Redakteure Tipps für den Sommer. Heute entführt Sie Kulturredakteur Christoph Hartner zu einem Schloss, das Museum, Gedenkort und verwunschener Garten in einem ist.
Wilde Natur und zeitgenössische Kunst, ein pompöses Anwesen und der Staub der Geschichte: „Das andere Heimatmuseum“ in Schloss Lind in St. Marein bei Neumarkt ist einer der faszinierendsten Kunstorte der Steiermark. Und damit ist das von Britta Siewers und Andreas Staudinger liebevoll betreute Haus an der Grenze zu Kärnten für mich immer einen Ausflug wert.
Über eine Schotterstraße nähert man sich dem Schloss, das mitten in der Natur liegt. Vom Saustall über den Heustadl bis zur Kapelle – insgesamt 14 kleine Galerien sind über das Gelände verteilt und werden jedes Jahr mit neuen Kunstwerken gefüllt. Zugleich ist das Schloss auch ein einzigartiger Erinnerungsort, denn einst war hier ein Außenlager des KZ Mauthausen. An diese schwierige Zeit erinnert eine umfassende Ausstellung, in der man die NS-Zeit von A bis Z durchdekliniert. All das eingebettet in malerische Natur. Ein Besuch hier gleicht einer Entdeckungsreise, für die man sich auf jeden Fall auch Zeit nehmen sollte.
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