Polizist verurteilt

Den falschen Häftling freilassen kostet 6000 Euro

Oberösterreich
31.08.2026 07:19
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Schlampiger als die Polizei erlaubt war ein Beamter in Oberösterreich: Er ließ im Vorjahr wegen einer Namensgleichheit den falschen Häftling frei. Nun wurde „Inspektor Schlamphans“ von der Disziplinarkommission zu 6000 Euro Strafe verdonnert.

Die „Krone“ berichtete: Im September 2025 hatte der Beamte im Polizeianhaltezentrum in Linz aufgrund einer Namensgleichheit den falschen Häftling entlassen. Er hatte nur Vor- und Nachname verglichen, die bei den beiden Insassen gleich waren. Das unterschiedliche Geburtsdatum war ihm nicht aufgefallen.

Disziplinarverfahren eingeleitet
Gegen den Polizisten wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Dabei stellte sich heraus, dass es „Inspektor Schlamphans“ es auch mit den Vorschriften nicht so genau nahm. Er hatte zweimal ohne dienstlichen Grund Kennzeichenabfragen durchgeführt. Das war im Behördensystem sichtbar.

„Mache mir noch immer Vorwürfe“
Bei der Verhandlung im März vor der Disziplinarkommission zeigte sich der Polizist geständig. Er sagte, dass ihm die Verwechslung der Häftlinge noch immer leid tue. Die Kennzeichenabfragen habe er für seine Freundin nach einem Verkehrsunfall durchgeführt, um Versicherungsdaten zu erfahren.


Das Urteil wurde erst jetzt bekannt
Die Disziplinarkommission entschied auf mehrere teils schwere Dienstpflichtverletzungen, der Polizist musste eine Geldstrafe von 6000 Euro und 500 Euro Verfahrenskosten bezahlen, so der ORF Oberösterreich.

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