Austria chancenlos

Veilchen frustriert: „Wir stehen in der Schuld“

Bundesliga
31.08.2026 07:12

Eine chancenlose Wiener Austria kassierte gestern bei Salzburg eine absolut verdiente 1:4-Niederlage. Ein Sieg in 28 Duellen, mit Roter Laterne retour nach Wien …

„Wir brauchen eine Top-Leistung, um hier etwas mitnehmen zu können. Dieses Spiel ist eine der größten Herausforderungen in Österreich“, meinte Austria-Trainer Stephan Helm vor dem Anpfiff.

Stephan Helm
Stephan Helm(Bild: GEPA)

Der gestern erneut auf viele Youngsters in der Startelf setzte, dem 18-jährigen Trio Markovic, Maybach und Nnodim das Vertrauen schenkte. Dazu durften auch Schablas (21) sowie Saljic (20) wieder von Beginn an ran. „Ich lege sehr viel Wert auf die Frische. Man muss sie spielen lassen, sonst brauchen wir ja überhaupt keinen Kader. In den letzten Wochen haben sie mir das Vertrauen auch zurückgezahlt“, sagte Helm. 

Eigentor leitete Pleite ein
Eine Rechnung, die in der Mozartstadt aber überhaupt nicht aufgehen sollte. Obwohl die Veilchen gut loslegten, mit Hettwers Stangenschuss die erste Chance hatten (5.), dann aber den Faden verloren. Die Gastgeber übernahmen das Kommando. Veratschnig knallte zuerst den Ball an die Lallte (10.), nur drei Minuten später klingelte es zum ersten Mal im violetten Kasten. Nach einer Vertessen-Flanke missglückte Kang-Hee Lee ein Klärungsversuch völlig, der Südkoreaner traf ins eigene Tor, ließ Sahin-Radlinger keine Chance. Ehe Ex-Austria-Stürmer Tabakovic im Kopfballduell gegen Ranftl leichtes Spiel hatte, seinen ersten Ligatreffer für Salzburg erzielte, auf 2:0 stellte (19.). Mazurek erhöhte mit einem sehenswerten Schuss auf 3:0

(Bild: APA/Jasmin Walter)

Da waren gerade einmal 31 Minuten gespielt, hing die Austria aber bereits wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen. Das Helm-Team fand nie in die Zweikämpfe, das Spiel lief in eine Richtung, nämlich auf den Kasten von Sahin-Radlinger, der bester Austrianer war.

Austrias xG-Wert nach 45 Minuten von 0,14 sprach Bände. Als Kapitän Fischer auf 1:3 verkürzte (47.), kam wieder Hoffnung auf. Allerdings nur für einen kurzen Augenblick. Weil Austria im eigenen Strafraum schlecht, viel zu harmlos verteidigte. Zwischen Lee und Schablas passte die Abstimmung nicht, Vertessen köpfelte problemlos zum 4:1 ein (55.). Markovic hingegen ließ eine Top-Chance der Wiener liegen (60.). „Es hat einiges nicht funktioniert, wir haben uns viel mehr vorgestellt. Nach dem frühen Stangenschuss sind wir ein bisschen untergegangen. Wir stehen in der Schuld, damit das nicht noch einmal passiert“, seufzte Hettwer.

Im Nachtrag ist Sieg Pflicht
Für Austria (Wels stand nicht im Kader, könnte den Verein Richtung Schottland verlassen) war’s ein Abend zum Vergessen …

Gegen Salzburg jubelte man in den letzten 28 Duellen nur über einen Sieg. Nach vier Partien netzte Austria nur dreimal ein, traf nur GAK weniger (2). Mittwoch empfängt Austria mit einem Spiel weniger als Letzter im Nachtrag WSG Tirol, ist ein Sieg Pflicht. Sonst wird’s in Favoriten ungemütlich.

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