Für Flugzeugbergung

Attersee: Spezialtaucher wollen in 162 Meter Tiefe

Oberösterreich
31.08.2026 09:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Unglaubliche 162 Meter tief wollen zwei Spezialtaucher heute, Montag, im Attersee in Oberösterreich abtauchen, um die Bergung des abgestürzten und versunkenen Kleinflugzeugs endlich bewerkstelligen zu können. Der Versuch, Bergeleinen mit einem Tauchroboter anzubringen, war bekanntlich gescheitert.

Die beiden Spezialtaucher waren bereits am Samstagabend in Steinbach am Attersee eingetroffen. Weil es aufgrund der „enormen Komplexität“ nicht mit dem Tauchroboter geklappt hatte, wollen nun die beiden Profis im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wels versuchen, in 162 Metern Tiefe die Bergeleinen anzubringen.

So soll die abgestürzte Propellermaschine mit den beiden Leichen an Bord endlich gehoben werden können. Der neuerliche Bergungsversuch soll am Vormittag starten.

Bisher waren die schwierigen Bergeversuche misslungen.
Bisher waren die schwierigen Bergeversuche misslungen.(Bild: Matthias Lauber/laumat.at)
Auch von Weißenbach aus hielten Einsatzkräfte Ausschau nach dem Wrack.
Auch von Weißenbach aus hielten Einsatzkräfte Ausschau nach dem Wrack.(Bild: Robert Loy)
An der Suche waren Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Wasserrettung im Einsatz.
An der Suche waren Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Wasserrettung im Einsatz.(Bild: Robert Loy)
Auf Flightradar 24 ließ sich der letzte Pfad des Flugzeuges nachvollziehen, bevor es in den ...
Auf Flightradar 24 ließ sich der letzte Pfad des Flugzeuges nachvollziehen, bevor es in den Attersee stürzte.(Bild: Flightradar24)
Das Flugzeugwrack liegt etwa 300 Meter vom Ufer entfernt in 163 Metern Tiefe.
Das Flugzeugwrack liegt etwa 300 Meter vom Ufer entfernt in 163 Metern Tiefe.(Bild: FOTOKERSCHI / MATTHIAS KALTENLEITNER)

Tragischer Flugzeugabsturz am Mittwoch
Eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer waren am Mittwoch in den Attersee abgestürzt. Noch am Abend des Unfalls konnte das Wrack etwa 300 Meter vom Ufer entfernt in 160 Metern Tiefe lokalisiert werden.

Taucher können normalerweise nur bis zu 40 Meter tief tauchen
Das Hauptproblem bestand darin, eine Sicherungsleine an dem Flugzeugwrack zu befestigen. Aufgrund der Tiefe stellte sich das als echte Herausforderung dar – denn Taucher können normalerweise bis zu einer Tiefe von 40 Metern mithelfen. Deshalb wurde zunächst ein Roboter eingesetzt. Auch dieser konnte bei der Bergung nicht helfen.

Bergungsaktion am Samstag abgebrochen
„Das Wrack liegt am Seeboden, wir müssen den einarmigen Roboter mit einem Joystick bewegen und versuchen, eine Art Schlaufe darüber zu ziehen.“ Unter dem Flieger sei der Roboter nicht durchgekommen, vorn und an den Flügeln habe es nichts gegeben, wo die Einsatzkräfte einhaken können, erklärte der Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Hufnagl am Samstagvormittag. Zudem habe das Schlechtwetter die Bergungsarbeiten erschwert. Am Samstagnachmittag wurde die Aktion dann schließlich abgebrochen.

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