Für Landwirtschaft

Dürre: Burgenland fordert „Stabilitätsprogramm“

Burgenland
21.08.2026 14:57
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Um die Landwirtschaft widerstandsfähiger und krisenfest zu machen, verlangt Burgenlands Vizelandeschefin Anja Haider-Wallner (Grüne) langfristige und strukturelle Lösungen. Die Dürreversicherungen sollen wieder stärker staatlich unterstützt werden und ein österreichweiter Wasserschutzplan kommen. 

Haider-Wallner fordert angesichts der Diskussionen um Dürre-Hilfen ein „Stabilitätsprogramm“ des Bundes. Die zuletzt von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) angedachten Maßnahmen, wie günstige Kredite, seien „völlig unzureichend“. Stattdessen plädiert Haider-Wallner für einen langfristigen Ansatz, um in Zeiten des Klimawandels nicht jährlich über neue Dürre-Hilfen diskutieren zu müssen: „Unsere Bauern brauchen Stabilität und Planungssicherheit, um die Lebensmittelsicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten.“

Haider-Wallner verlangt etwa, dass Dürreversicherungen wieder stärker staatlich unterstützt werden. Außerdem fordert sie einen österreichweiten Wassersicherheitsplan mit Investitionen in Bewässerung, Grundwasserschutz und Maßnahmen, die den natürlichen Wasserrückhalt in den Böden und in der Landschaft fördern. Gleichzeitig drängt die Vizelandeschefin ein Klimaschutzgesetz auf Bundesebene, eine verbindliche Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie und Förderungen für „klimafitte Landwirtschaft“.

Die Maiskolben sind heuer deutlich kleiner
Die Maiskolben sind heuer deutlich kleiner(Bild: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner/Hoffmann)

Landwirt: „Schaden noch nicht absehbar“
Der Seewinkler Landwirt Sebastian Bauer, in Sozialen Medien als „Bauaranger“ bekannt, zeigte auf einem unbewässerten Feld in Frauenkirchen, wie klein die Maiskolben heuer sind. Sein finanzieller Schaden sei noch nicht absehbar. „Viel wird es da nicht mehr spielen, leider“, so Bauer. Er plädierte für nachhaltige Lösungen, um zu verhindern, dass landwirtschaftliche Betriebe schließen müssen.

Nichts abgewinnen kann er einem Bewässerungsverbot im Seewinkel, falls die Grundwasserstände mit Jahresende zu niedrig sind. Dazu will Haider-Wallner im Herbst Gespräche mit den verschiedenen Interessensgruppen starten.

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