Mit neun Punkten aus drei Spielen führen die Frauen des SC Neusiedl die heimische Landesliga an. Auch nach dem 3:1 in Mattersburg am Samstag bleibt man weiterhin ungeschlagen. Vereinsseele Nina Potz und Duisburg-Legionärin Petra Mitter als „riesige Bereicherung“ der Mannschaft.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten jagen in Neusiedl nicht nur die Männer dem runden Leder nach. Die Seestädterinnen gelten als Pioniere des burgenländischen Frauenfußballs. Bis 2022 noch in der zweiten österreichischen Bundesliga, geht man in die dritte Spielzeit der neu gegründeten rot-goldenen Landesliga auf Punktejagd. Und wie! Drei Spiele – drei Siege. Punktemaximum samt Tabellenführung.
Das verbotene Wort
„Wir haben gewusst, dass das Potenzial da ist“, weiß Sektionsleiter Michael Feucht. Nur das verbotene Wort „Meister“ nimmt man am See keinesfalls in den Mund. „Unser Trainer will davon gar nichts hören, da bist du bei ihm an der völlig falschen Adresse“, lacht er. Verständlich, ist die Saison gerade einmal drei Spiele alt. Trotzdem scheint die Elf von Coach Paul Troindl nach dem 3:1 gegen Mattersburg kaum zu stoppen.
Herz des Teams
Auch dank der einstigen Duisburg-Legionärin Petra Mitter, die mit ihren 34 Jahren für die NSC-Damen eine „riesige Bereicherung“ ist. Dienstälteste ist sie dennoch nicht. Die 41-jährige Nina Potz lebt regelrecht für ihren Klub, ist das Herz des Teams. Eigentlich hat die Liga-Managerin der Frauen-Bundesliga ihre Schuhe längst an den Nagel gehängt, streift sich das grüne Trikot aber hin und wieder doch über. „Sie ist immer wieder gut für ein Kopftor“, zwinkert Feucht.
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