verletzt in Bachbett

Schlechtes Wetter erschwerte Suche nach Wanderer

Kärnten
19.08.2026 08:03

Mehrere Einsätze forderten am Dienstag die Einsatzkräfte in Kärnten: Ein Wanderer musste nach einer alpinen Notlage gerettet werden, in Feistritz/Gail trat Ammoniak aus und im Bereich Stossau brannte ein Bahndamm.

Vor wenigen Tagen präsentierte die Bergrettung Kärnten ihre Halbjahresbilanz – mit einem deutlichen Anstieg der Einsätze, wir haben berichtet. Nun mussten die Ehrenamtlichen wieder ausrücken, um einen 33-Jährigen aus einer alpinen Notlage zu retten: Der Mann aus dem Bezirk Vöcklabruck war am Dienstag um 11 Uhr gemeinsam mit seiner Mutter, einer 70-jährigen Wienerin, in Richtung Kattowitzer Hütte aufgebrochen.

„Die Frau kehrte um 12.30 Uhr selbstständig zum Parkplatz zurück – der Mann führte alleine den Aufstieg fort“, so die Landespolizeidirektion Kärnten. Offensichtlich kam es zu Schwierigkeiten, woraufhin der 33-Jährige den Notruf absetzte. Aufgrund ungenauer Ortsangaben und des schlechten Handyempfangs konnte sein genauer Standort zunächst nicht ermittelt werden.

Bergrettung konnte Wanderer bergen
„Ein Hubschrauberflug mit dem Polizeihubschrauber und RK1 war witterungsbedingt nicht möglich“, informiert die Landespolizeidirektion Kärnten. „Auf rund 2.090 m Seehöhe konnten wir den Wanderer schließlich verletzt und völlig erschöpft im steil abfallenden Bachbett des Kölnreinbaches auffinden“, so die Bergrettung Lieser-Maltatal. Der 33-Jährige verletzte sich an Armen und Beinen bei einem Sturz in das Bachbett – ein selbstständiger Abstieg des Wanderers war nicht möglich. 

Der Verletzte wurde der Rettung übergeben.
Der Verletzte wurde der Rettung übergeben.(Bild: Bergrettung Lieser-Maltatal)

„Bei starkem Regen, kräftigem Wind und ohne vorhandenen Weg oder Steig wurde er anschließend über rund 180 Höhenmeter abtransportiert“, erklärt die Bergrettung, die ihn zum Kölnbreinstüberl brachte. Dort wurde er unterkühlt und mit Verletzungen unbestimmten Grades an die Rettung übergeben. Im Einsatz standen 17 Mitglieder der Bergrettungen Lieser-Maltatal und Spittal/Stockenboi, ein Bergrettungsarzt sowie zwei Bergrettungshunde.

Ammoniakaustritt in einem Gewerbebetrieb
Auch die Freiwilligen Feuerwehren waren gefordert: In einem Gewerbebetrieb in Feistritz/Gail kam es zu einem Ammoniakaustritt. „Bei Revisionsarbeiten an einer Anlage kam es bei der Inbetriebnahme zum Austritt einer unbestimmten Menge Ammoniakgas“, so die Freiwillige Feuerwehr Nötsch im Gailtal. Gemeinsam rückten Einsatzkräfte der Wehren Feistritz/Gail, St. Georgen/Gailtal, Kerschdorf-Wertschach und Arnoldstein aus.

Das betroffene Ventil wurde von den Florianis unter Schutzkleidung und schwerem Atemschutz geschlossen und der Stoffaustritt gestoppt. „Anschließend wurde das Gebäude mittels vier Druckbelüftern permanent belüftet. Die belastete Luft wurde über die Dachentlüftungsöffnungen abgeführt“, informiert die FF Nötsch im Gailtal. Nach dem Einsatz wurden die eingesetzten Atemschutz- und Chemikalienschutzkräfte dekontaminiert.

Die Einsatzkräfte waren gefordert: Nach dem Einsatz wurden die eingesetzten Atemschutz- und ...
Die Einsatzkräfte waren gefordert: Nach dem Einsatz wurden die eingesetzten Atemschutz- und Chemikalienschutzkräfte dekontaminiert.(Bild: Freiwillige Feuerwehr Arnoldstein)

Wenig später war die Freiwillige Feuerwehr Arnoldstein wieder gefordert. Gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Thörl-Maglern und Hohenthurn sowie dem ÖBB-Einsatzleiter wurde zu einem Bahndammbrand alarmiert. „Auf einer Fläche von rund 50 m² konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden“, schließt die FF Arnoldstein ihren Einsatz ab.

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