Babler-Lösung

Leiter: „Das war der kleinste gemeinsame Nenner!“

Vorarlberg
05.10.2026 13:05
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Ohne fixe personelle Ziele und offen für alle Ergebnisse – so war Vorarlbergs SPÖ-Chef Mario Leiter am Sonntag in die Diskussion um den Bundesparteivorsitz gegangen. Mit der gefundenen Lösung, Andi Babler wird sich bis 2027 von der Parteispitze verabschieden, kann er leben.    

„In meinem gesetzten Alter kann man froh sein, wenn man einen Konsens erreicht“, meinte Leiter mit einem Lachen. Die gefundene Lösung sei der „kleinste gemeinsame Nenner“ gewesen. Das oberste Ziel, eine stabile Bundesregierung zu erhalten, sei erreicht worden. 

Leiter: „Offensichtliche Fehler darf es nicht mehr geben“
Auf die Frage, ob der Wähler angesichts der vertauschten Ergebnisse bei der Wahl Bablers zum Parteiobmann vor drei Jahren und der nun wieder aufflammenden Diskussion um seine Person noch eine ernst zu nehmende Partei sei, meinte Leiter: „So offensichtliche Fehler wie beim letzten Mal darf es natürlich nicht geben. Grundsätzlich ist die SPÖ aber gut aufgestellt. Überall dort, wo wir den Landeshauptmann stellen, wird konstruktiv gearbeitet. In den anderen Bundesländern wird gute Oppositionsarbeit gemacht.“

Natürlich sollten personelle Diskussionen nur intern geführt werden. Angesichts der konstant schlechten Ergebnisse auf Bundesebene – im Jahr 1996 kam die SPÖ zuletzt über 40 Prozent, im Jahr 2006 zuletzt über 30 Prozent, bei der jüngsten Nationalratswahl waren es nur mehr gut 21 Prozent – wird der neue Parteichef vor großen Herausforderungen stehen. „Es ist eine große Aufgabe“, bestätigte Leiter. Deshalb müssten die Sozialdemokraten ihre Positionen stärker entwickeln, schnellere Entscheidungen treffen und treffsicher kommunizieren. „Die Menschen müssen wissen, wofür wir stehen!“ 

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