EU reagiert

Halbe Milliarde Euro zur Sicherung des Luftraums

Politik
05.10.2026 14:08

Die EU-Kommission stellt den Mitgliedstaaten weitere 130 Millionen Euro für Drohnen und deren Abwehr bereit. Insgesamt fließt damit mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Sicherung des Luftraums an den Außengrenzen.

Sie sind klein, günstig und schwer zu entdecken. Drohnen gelten in Europa zunehmend als Sicherheitsrisiko. Nun reagiert Brüssel. Beim Treffen der Justiz- und Innenminister kündigte die EU-Kommission zusätzliche 130 Millionen Euro für Drohnen- und Drohnenabwehrsysteme an.

Es ist nicht der erste Betrag dieser Art. Bereits im Dezember 2025 hatte die Kommission 250 Millionen Euro gesprochen. Anfang dieses Jahres folgten 169 Millionen Euro für Überwachungsdrohnen, die Frontex und die Mitgliedstaaten einsetzen. Zusammen stehen nun über eine halbe Milliarde Euro bereit.

Der zuständige EU-Kommissar Magnus Brunner sieht in der Technologie zwei Seiten: „Drohnen sind eine Chance: Sie sichern unsere Grenzen und kritische Infrastruktur, schützen Veranstaltungen und helfen bei der Suche nach Vermissten. Aber sie sind auch eine Gefahr, wenn Kriminelle sie missbrauchen – und diese Bedrohung wächst, über nationale Grenzen hinweg.“ Mit dem zusätzlichen Geld stärke die EU den Schutz ihrer Außengrenzen und die Sicherheit Europas.

EU-Kommissar Brunner sieht in Drohnen Chance und Risiko.
EU-Kommissar Brunner sieht in Drohnen Chance und Risiko.(Bild: EPA/OLIVIER HOSLET)

Konkret sollen die Behörden ein besseres Lagebild erhalten. Unbefugte oder feindliche Drohnen sollen sie früher erkennen und abwehren können. Die Finanzierung ist Teil einer breiteren Strategie. Im Februar legte die Kommission einen Aktionsplan zur Drohnensicherheit und -abwehr vor. Er soll den Luftraum und kritische Infrastruktur schützen. Dazu gehört auch ein neues Exzellenzzentrum, das die Entwicklung von Abwehrsystemen vorantreiben soll. Weitere Mittel kommen aus dem Europäischen Verteidigungsfonds. Über das Programm SAFE wollen die Mitgliedstaaten zudem Drohnen und Abwehrsysteme gemeinsam beschaffen.

Brüssel greift damit gleich auf mehrere Töpfe zurück. Ob das Geld schnell genug Wirkung zeigt, wird sich an den Grenzen erweisen.

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