




Mit einer Protest- und Gedenkaktion hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Samstagvormittag vor dem Bundeskanzleramt in der Wiener Innenstadt auf den Extremsommer 2026 hingewiesen und gleichzeitig Kritik geübt: mit 395 leeren Sesseln, die für jene Menschen stehen, die bereits „die erste Hitzewelle dieses Jahres nicht überlebt haben“.
Die knapp 400 leeren Stühle waren jeweils mit einer Trauerkerze versehen. Sie stehen für all jene, die laut der jüngsten AGES-Zählung im Zuge der ersten Hitzewelle starben. Wie viele Opfer der heurige Extremsommer tatsächlich forderte wird sich aber erst noch zeigen.





Vor Ort lag zudem ein Kondolenzbuch auf, in dem Menschen mittels Eintrag ihre Anteilnahme ausdrücken konnten.
„Klimakrise kostet Menschenleben und zerstört Lebensgrundlagen“
„Was wir diesen Sommer erleben, ist das Produkt von kollektivem Versagen im Umwelt- und Klimabereich in Österreich. Die Blockadehaltung großer Teile der Bundesregierung und vieler Landesregierungen hat dazu geführt, was wir jetzt sehen: verdorrte Äcker, brennende Wälder, Wohnungen und Krankenhäuser, die zu tödlichen Hitzefallen werden“, übt Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich, massive Kritik. Die Klimakrise koste Menschenleben und zerstöre Lebensgrundlagen. „Die Bundesregierung muss endlich mit der nötigen Entschlossenheit handeln und noch nächste Woche ein Klima-Sofortpaket beschließen.“

Das geforderte Paket umfasst ein verbindliches Klimagesetz, einen Notfall-Fördertopf, einen Stopp der Bodenversiegelung, den Schutz der Wasserressourcen und den Beschluss einer Renaturierungs-Milliarde.
Verhandlungen blieben ergebnislos
Wie berichtet, waren am Freitag Verhandlungen rund um die Hitze-Hilfen für die Landwirtschaft ergebnislos zu Ende gegangen. Die Positionen lägen weiterhin „meilenweit“ auseinander, hieß es aus Verhandlerkreisen.
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