Wegen der drastischen Situation für tausende Pendler entfacht nun ein heftiger Politstreit zwischen Schwarzen und Blauen in Niederösterreich. Dabei wird der FPÖ-Verkehrslandesrat heftig kritisiert. Die Freiheitlichen kontern wortgewaltig und spielen den Ball zurück.
Überfüllte Züge, Ausfälle und Kurzzüge – laut dem schwarzen Arbeiterkämmerer und Bundesobmann-Stellvertreter der Pendlerinitiative Austria, Josef Hager, gehört das für Tausende Bahnpendler in NÖ längst zum Alltag.
„Mit den nun zusätzlichen Streckensperren in Wien droht die Situation weiter zu eskalieren“, übt Hager Kritik an Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ). Denn: „Wer für die Öffis zuständig ist, muss jetzt liefern und nicht bloß groß ankündigen. Es braucht konkrete Maßnahmen und Druck auf die Verantwortlichen. Die Pendler haben ein Recht auf einen funktionierenden öffentlichen Verkehr. Wer jeden Tag zur Arbeit fährt, braucht Verlässlichkeit und keine Ausreden!“, fordert Hager Landbauer zum Handeln auf.
Auf die „Krone“-Anfrage bei der FPÖ antwortet Verkehrssprecher Hubert Keyl: „Kaum gibt es Probleme auf der Schiene, entdeckt die ÖVP plötzlich ihre Liebe zur Bahn wieder. Für wie blöd hält Hager die Pendler eigentlich?“, kontert Keyl, dass die ÖBB mitten in einer gewaltigen Qualitätskrise stecke. Hager versuche von der Verantwortung im Bund abzulenken, Landbauer hätte mehr als drei Millionen zusätzliche Zugkilometer bestellt – die ÖBB stehe in der Verantwortung, Leistung verlässlich zu liefern. „Wenn Hager Pendlern wirklich helfen will, soll er sich bei seinen Parteifreunden in der Bundesregierung für echte Entlastungen einsetzen, anstatt insbesondere Autofahrer weiter abzuzocken!“
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