Turbostart von null auf 200: Bereits das erste Linzer „Krone“-Fest bewegte die Massen in die Landeshauptstadt. Spannend und lustig war es von Anfang an. „Krone“-Chefredakteur Klaus Herrmann erinnert sich.
„Es war einmal“, so beginnen bekanntlich die märchenhaftesten Geschichten. Also, es war einmal eine Runde honoriger Linzerinnen und Linzer aus Politik, Wirtschaft und Tourismus, die im Jahr 2000 mit dem frischgebackenen Chefredakteur der „Krone“ zusammensaßen und sich mit ihm einig waren, dass der Sommer in der Landeshauptstadt neben dem Pflasterspektakel auch im August eine Attraktion brauchen könnte. Der Entschluss: „Machen wir ein Festl.“
Für jeden etwas dabei
Und so war das „Krone“-Fest ein Jahr später geboren. Auf den schönsten Plätzen der Innenstadt Programm – von Volksmusik über Kleinkunst und einen Kinderbereich bis zur großen Bühne auf dem Hauptplatz.
Aber wie würde dieser riesige Hauptplatz wirken, wenn sich dort ein paar hundert Leute hinverirren? Ein großer Irrtum: Schon am ersten Festtag strömten Zigtausende in die Innenstadt – bis nach ein paar Stunden alles quasi den Bach oder besser die Donau runterzugehen drohte: Warnung vor einem schweren Unwetter, polizeiliche Aufforderung, alle sollten das Festgelände verlassen. Abbruch, noch bevor es richtig begonnen hatte. Was für ein Fiasko.
Aus dem Fiasko wurde letztlich ein Triumph. Nach einer Stunde Weltuntergang klarte es wieder auf, doch die Technik auf der Hauptbühne war für diesen Abend nicht mehr zu retten. Also Spontan-Verlagerung auf die kleine Nebenbühne am OK-Platz, der beim Auftritt der Band Rednex („Cotton Eye Joe“) die Massen erst einmal verkraften musste.
Ein Fest für alle
Am nächsten Tag bei Prachtwetter ein Prachtauftritt von Wolfgang Ambros – nun auf dem Hauptplatz: Das erste „Krone“-Fest: ein sensationeller Erfolg, ein Fest für alle Leser, ein Fest für die Oberösterreicher und von Anfang an für viele Gäste aus nah und fern.
Was folgte, ist längst oberösterreichische Geschichte: ein Hit nach dem anderen.
Der Hauptplatz mit weniger restriktiven Beschränkungen als später teils bis zur Nibelungenbrücke randvoll. Viele unvergessliche Momente, viele Kontakte mit „Krone“-Lesern, viel Nervenkitzel – vom Wetter bis zur gefährlichen Drohung gegen Schauspielerin und Sängerin Jeanette Biedermann („We’ve Got Tonight“; „GZSZ“) mit enormer Polizei- und internationaler Medienpräsenz. Oder als Superstar Coolio („Gangsta’s Paradise“) sich beim Fest 2003 nach einem grandiosen Auftritt ein E-Mobil schnappte und in der Altstadt verloren ging.
Es hat immer Spaß gemacht
Von Anfang an steckte hinter den „Krone“-Festen ein großes Stück Arbeit für gut eine Hundertschaft an fleißigen Leuten. Aber Spaß hat es auch immer gemacht. Das erste Fest endete, so viel darf ich verraten, für den harten Kern um 6 Uhr früh beim Leberkaspepi.
Das waren Zeiten!
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