Leichtathletik-EM

Seitenstechen ab erstem Kilometer! Heute ging nix

Sport-Mix
15.08.2026 10:52
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Theresia Mohr kam bei der EM in Birmingham im Halbmarathon Race Walk in 1:40:59 Stunden nicht über den 22. Platz hinaus. Die Vorarlbergerin hatte in die Top 15 vorgehen wollen. Davon war sie weit entfernt: „Scheiße, das war nicht gut!“

Die 20-Jährige, bei unserem Interview den Tränen nahe, brachte die Sache schnell auf den Punkt und begründete, warum sie auch deutlich an ihrem ÖLV-Rekord von 1:37:51 vorbeigeeilt war: „Ich hatte vom ersten Kilometer an Seitenstechen, so etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt!“

Kurz ans Aufgeben gedacht
So wurde das Rennen für sie auf dem 1-km-Rundkurs im Herzen der City zwischen Victoria Square und Cathedral Square zur Tortur. Kein Wunder, dass die Vorarlbergerin auch kurz ans Aufgeben dachte: „Bei Kilometer 14 bekam ich keine Luft mehr.“ Aber Aufhören wollte sie dann doch nicht. „So viele hatten mich hier unterstützt, da wollte ich auch ins Ziel kommen.“

Auch wenn sie dann zwischendurch einmal stehenblieb, da sie eine kurze Pause benönigte. „Dann dachte ich mir, gehe ich halt langsam, dass ich wenigstens ins Ziel komme!“ So blieb sie zwar klar unter ihrem Rekord, den sie heuer in Podebrady aufgestellt hatte. Platz 22 stand dann als Endabrechnung bei ihrer EM-Premiere.

(Bild: ÖLV / amri.sports)

Allein auf weiter Flur
Die Stimmung entlang der Strecke sei sehr gut gewesen, die doch vielen Auf- und Ab-Strecken seien doch nicht so schlimm gewesen. Dass alle Geher-Bewerbe auf einmal gestartet worden waren, hatte sie auch nicht sehr getroffen. Denn ein befürchtetes Chaos auf der Strecke blieb aus. Schließlich musste sie auch vom zweiten Kilometer an immer alleine gehen.

Allein auf weiter Flur, da war – noch dazu mit Seitenstechen – an diesem Tag keine gute Zeit möglich. Aber mit 20 Jahren steht sie erst am Anfang einer großen Karriere. Das nächste Großziel sind für sie die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028.

Weltrekord an der Spitze
An der Spitze eilte in Birmingham die Spanierin Maria Perez zu Gold und noch dazu in 1:30:06 zum Weltrekord …

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