Mindestens 20 Tote
Schweres Erdbeben vor indonesischer Flores-Insel
Bei einem schweren Erdbeben vor der zu Indonesien gehörenden Flores-Insel hat es Rettungsdiensten zufolge mindestens 20 Tote gegeben. Das Beben der Stärke 7,7 hatte Samstagfrüh die im Osten Indonesiens liegende Insel erschüttert. Auch im südspanischen Andalusien bebte die Erde.
„Den Berichten zufolge, die wir erhalten haben, sind 20 Menschen gestorben, sechs weitere wurden verletzt und zwei weitere sind noch verschüttet“, sagte Fathur Rahman von der Such- und Rettungsbehörde der indonesischen Stadt Maumere am Samstag.
Tsunami-Alarm und starke Nachbeben
Die Behörden lösten nach dem Erdstoß Tsunami-Alarm aus und ordneten die Evakuierung von Küstengebieten an. Etwas später wurde der Alarm aber wieder aufgehoben. Das Epizentrum des Bebens lag Behördenangaben zufolge rund 70 Kilometer vor der Nordküste der Flores-Insel. Auf den ersten Erdstoß folgten mehrere starke Nachbeben, darunter eines mit der Stärke 6,1.
Bilder von der indonesischen Flores-Insel nach dem Beben:










Indonesien wird wegen seiner Lage auf dem Pazifischen Feuerring häufig von Erdbeben erschüttert. Im Jahr 2004 war die Provinz Aceh bei einer Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe schwer zerstört worden, damals starben allein in Indonesien 170.000 Menschen.
Weiteres Erdbeben erschütterte Andalusien
Auch in der südspanischen Provinz Andalusien bebte in der Nacht auf Samstag, kurz nach 1 Uhr, die Erde. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens südlich der Stadt Granada mit 5,2 an, Spaniens IGN-Institut mit 5,0 und das Deutsche Geoforschungszentrum mit 4,9. Das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von zehn Kilometern.
Das Epizentrum lag in der Nähe des Ortes Otura am Südrand Granadas. Die Stadt ist unter anderem berühmt für die mittelalterliche Burg Alhambra, ein herausragendes Beispiel maurischer Architektur, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Bei dem Beben seien an Häusern und Autos Schäden entstanden, teilte die Regionalregierung mit. Auf Fernsehbildern des Senders TVE waren Trümmer auf den Straßen und demolierte Autos zu sehen. Der andalusische Rettungsdienst befreite mehrere Menschen aus beschädigten Gebäuden. Über mögliche Verletzte sei aber nichts bekannt. Die Behörden riefen den Notstand aus – Gebäude sollte nicht unnötig betreten werden, zudem könnten von Häusern Gebäudeteile herabfallen.
Noch immer fieberhafte Suche nach Verschütteten in Kolumbien
Vier Tage nach einem der schwersten Erdbeben in Kolumbien seit Jahrzehnten haben Rettungskräfte am Freitag weiter fieberhaft nach Verschütteten gesucht. In Cali, der drittgrößten Stadt des Landes, räumten Helfer am Morgen Betontrümmer beiseite. Sie hatten Geräusche aus einem eingestürzten Wohnhaus gehört. Die Retter hofften, noch Überlebende zu finden. „Wir machen weiter, solange Gott es zulässt, solange wir die Kraft haben“, sagte der Freiwillige Julio Cesar Pineda.
Das Beben der Stärke 7,4 hatte das südamerikanische Land am Montagmorgen erschüttert. Das Epizentrum lag in San Jose del Palmar in der Provinz Choco. Zehntausende Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser wurden nach Regierungsangaben bei dem Beben beschädigt oder zerstört. Viele Menschen schlafen seither in Notunterkünften oder im Freien.
Nach offiziellen Angaben vom Freitag kamen bei dem Beben 287 Menschen ums Leben, fast 4000 wurden verletzt. Knapp 400 weitere wurden noch vermisst. Mehr als zwei Drittel der Todesopfer entfielen auf die Städte Cali und Pereira.









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