Österreich vergibt die Staatsbürgerschaft im Schnellverfahren an Sportler, Künstler und Wissenschaftler; Unternehmer kommen dagegen kaum zum Zug. Dabei schaffen sie Arbeitsplätze und investieren in unser Land. Sollten wir zukünftig wirtschaftliche Leistung stärker honorieren?
Der österreichische Pass ist begehrt. Für die meisten Menschen führt der Weg dorthin über zehn Jahre Aufenthalt, gesicherten Lebensunterhalt und den Staatsbürgerschaftstest. Daneben gibt es eine Ausnahme: Wer im „besonderen Interesse der Republik“ steht, kann den Pass schneller bekommen.
„Goldener Pass“: Honorierung von Leistung oder Privileg?
Doch bei Unternehmern wird diese Möglichkeit bislang deutlich seltener genutzt. Und das, obwohl Österreich Investitionen und neue Unternehmen braucht. Ein Gründer, der hier Millionen investiert und Arbeitsplätze schafft, kann für die Republik einen erheblichen wirtschaftlichen Wert haben. Warum sollte ein solcher Beitrag also weniger zählen als Erfolge in Kunst oder Sport? Kritiker warnen dagegen vor einem Pass nach dem Motto „Geld gegen Staatsbürgerschaft“. Die Staatsbürgerschaft sei mehr als ein wirtschaftliches Zuckerl und dürfe nicht zum bloßen Kaufgut für wohlhabende Menschen werden.
Wie sehen Sie das?
Sollte Österreich Unternehmer, die hier investieren und Arbeitsplätze schaffen, bei der Staatsbürgerschaft stärker berücksichtigen? Reicht wirtschaftlicher Erfolg als besonderes Interesse der Republik aus? Wo würden Sie die Grenze zwischen sinnvoller Standortpolitik und einem „goldenen Pass“ ziehen?
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