Der eigene Pool, für das Wasser wird gezahlt – und trotzdem kann die Gemeinde das Befüllen verbieten. Bei Wasserknappheit hat Trinkwasser Vorrang vor dem privaten Badespaß. Doch wie weit darf dieser Vorrang gehen? Und ist es gerechtfertigt, Poolbesitzer zum Verzicht zu zwingen?
Rechtlich ist die Lage klar: Ein behördliches Poolfüllverbot ist keine unverbindliche Empfehlung. Je nach Situation können Gemeinden oder andere Behörden die Nutzung einschränken. Wer sich darüber hinwegsetzt, riskiert eine Verwaltungsstrafe. Trotzdem wird eifrig diskutiert: Während die einen sagen: „Ich habe den Pool bezahlt, also darf ich ihn auch nutzen“, fragen andere: Muss wirklich Trinkwasser für den Badespaß fließen, wenn es andernorts bereits knapp wird?
Mein Pool, mein Wasser, meine Entscheidung?
„Andere gehen jede Woche ins Restaurant oder ins Kino – man braucht keines davon, aber sie machen Spaß“, schreibt „Krone“-Leser Michael106152. Warum also soll ausgerechnet der eigene Pool zum Problem werden? Besonders bitter wird es für jene, die ihren Pool zwar im Frühjahr befüllen dürfen, ihn im Hochsommer aber nicht mehr nachfüllen dürfen. „Dann habe ich 600 Euro für die Erstbefüllung in den Wind geschossen“, lautet der Einwand des Lesers. Sein Vergleich: Ein Auto zu kaufen und anschließend nicht mehr tanken zu dürfen. Ein weiteres Argument kommt von User Otma:
Beim Trinkwasser hört der private Spaß auf
Für die Gegenseite ist die Sache einfacher: Wenn das Wasser knapp wird, muss zuerst das Notwendige gesichert sein. Trinken, Kochen und Hygiene gehen vor dem privaten Swimmingpool. User Schachermaier findet deshalb wenig Verständnis für jene, die Einschränkungen nicht akzeptieren wollen. Wasser sei keine Selbstverständlichkeit, sondern lebensnotwendig. Gefordert werden auch strengere Kontrollen. Ein Leser schlägt vor, Poolwasser grundsätzlich über einen eigenen Zähler zu erfassen und gesondert zu verrechnen:
Ihre Meinung ist gefragt!
Ist es Egoismus, einen Pool trotz Wasserknappheit zu befüllen? Oder ist es das gute Recht eines Besitzers, sein Eigentum zu nutzen, solange er dafür bezahlt?Braucht es eigene Wasserzähler und strengere Kontrollen? Und würden Sie selbst auf Ihren Pool verzichten, wenn Ihre Gemeinde das Wasser rationieren muss? Diskutieren Sie mit!
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.