FIFA-Präsident Gianni Infantino steht zunehmend unter Druck. Nach mehreren Kontroversen der vergangenen Monate eskaliert nun auch der Machtkampf mit der UEFA. Besonders der umstrittene Plan, kommerzielle Rechte aus Weltmeisterschaften an private Investoren zu verkaufen, sorgte für heftige Kritik und wurde schließlich zurückgezogen. Die UEFA droht sogar mit rechtlichen Schritten und hat erklärt, das Vertrauen in Infantino verloren zu haben.
Für zusätzliche Diskussionen sorgt der Fall rund um den US-Spieler Folarin Balogun, dessen Sperre bei der WM aufgehoben wurde. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit Infantino telefoniert und ihn gebeten, die Sperre zu überprüfen. Mehr als 70 EU-Abgeordnete forderten daraufhin eine Untersuchung, während eine Menschenrechtsorganisation Beschwerde beim IOC einreichte.
Kritiker sehen darin ein Zeichen für eine bedenkliche Machtkonzentration an der Spitze des Weltfußballs. Sie fordern mehr Transparenz, strengere Kontrollen und klare Grenzen für den FIFA-Präsidenten. Befürworter Infantinos verweisen hingegen auf seine Erfolge, die Ausweitung der Weltmeisterschaft und seine Unterstützung für kleinere Fußballverbände. Auch innerhalb der Fußballwelt bleibt seine Machtbasis groß, insbesondere in Afrika und Südamerika.
Hat Infantino das Vertrauen verspielt?
Während die UEFA offen gegen den FIFA-Präsidenten auftritt und offenbar nach Alternativen für die kommende Wahl sucht, hält ein großer Teil der FIFA-Mitgliedsverbände weiterhin zu Infantino. Die Debatte zeigt, wie tief die Gräben im Weltfußball inzwischen sind.
Wie viel Macht darf Gianni Infantino haben? Ist die Kritik an ihm berechtigt oder wird seine Arbeit zu Unrecht infrage gestellt? Braucht die FIFA einen Neuanfang an der Spitze? Teilen Sie Ihre Meinung mit uns!
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