Die „Krone“ berichtete Ende Mai vom Finale der Champions League aus Budapest, auch beim Endspiel um die Europa League in Istanbul war Österreichs auflagenstärkste Zeitung live im Stadion. Und staunte. Perfekte Inszenierung. Purer Luxus.
Der Besiktas Park begeistert als hocheffiziente und hochmoderne Arena. Direkt am Bosporus gelegen mit einer wunderbaren Verkehrsanbindung durch U-Bahn und Fähren. Erstklassige Infrastruktur, großzügige Fanflächen, ein exklusiver VIP-Bereich und modernste Medientechnik zeichnen das Stadion aus. Gleiches gilt für das kultige Nepstadion in Budapest. Der klassische, monumentale Ostblock-Tempel des sozialistischen Klassizismus war 2016 abgerissen worden und wurde drei Jahre später als Super-Arena und architektonisches Highlight wiedereröffnet.
Heute kehrt erstmals seit dem EM-Finale 2008 die große Fußballwelt nach Österreich zurück. Auch wenn es sich lediglich um den 1973 ins Leben gerufenen Supercup handelt, grenzt das Titel-Gastspiel an ein Wunder. Weil Österreich chancenlos ist, den Zuschlag auf ein Europacup-Finale zu erhalten. Die EM-Stadien in Salzburg und Klagenfurt sind zu klein, von der Größe her würde nur Wien in Frage kommen. Doch das Prater-Oval ist längst nur noch eine baufällige Betonruine, von internationaler Attraktivität genauso weit entfernt wie ein rot-weiß-roter Klub vom Champions-League-Pokal.
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