Rätselhafter Fall

Hantavirus bei Frankreich-Tourist entdeckt

Ausland
07.08.2026 08:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mehrere Monate nach einem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist das Virus bei einem französisch-argentinischen Staatsbürger nachgewiesen worden, der sich im Juli als Tourist in Frankreich aufgehalten hatte. Nach dem Aufenthalt in Frankreich wurde der Patient mit seiner Familie in Spanien isoliert.

Der Patient habe nur leichte Symptome gezeigt und sei mittlerweile symptomfrei. Das spanische Gesundheitsministerium bestätigte, dass es dem Mann „gut“ gehe und er sich in Galicien im Nordwesten des Landes in Isolierung befinde. Der Mann habe sich demnach wegen seiner Symptome in Frankreich bei den Gesundheitsdiensten gemeldet.

Es würden „alle Maßnahmen“ ergriffen, um die einzelnen Stationen seiner Reise nachzuverfolgen, teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Zudem laufe derzeit die Abstimmung auf europäischer Ebene.

An Bord der Hondius starben drei Menschen, nach Infektionen mit dem Hantavirus.
An Bord der Hondius starben drei Menschen, nach Infektionen mit dem Hantavirus.(Bild: AFP/JORGE GUERRERO)

Variante von Kreuzfahrtschiff nachgewiesen
Den Angaben zufolge wurde bei dem Touristen die Anden-Variante des Virus nachgewiesen, die auch für den Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius verantwortlich gewesen war. Es handelt sich um den einzigen Hantavirus-Stamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Den französischen Behörden zufolge gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass sich das Virus aktuell ausbreite.

Das Gesundheitsministerium in Paris berief für Donnerstagnachmittag eine Sitzung mit Experten ein, um über das weitere Vorgehen in dem Fall zu beraten. Die französischen Behörden machten keine Angaben zu einer möglichen Verbindung des Falls mit dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ im Mai, in dessen Verlauf drei Menschen gestorben waren. Damals hatte es insgesamt 13 Infizierte gegeben, darunter eine Französin.

Erkrankte Frau verließ Intensivstation nach drei Monaten
Die französische Staatsbürgerin wurde am Donnerstag nach fast drei Monaten aus der Intensivstation entlassen, wie das französische Gesundheitsministerium mitteilte. Die Frau, die seit Mai im Bichat-Krankenhaus in Paris behandelt worden war, sei in eine Rehabilitationszentrum verlegt worden.

Hantaviren verursachen schwere Atemwegserkrankungen, eine Impfung gibt es nicht. Üblicherweise verbreiten sich die Viren über Urin, Kot und Speichel infizierter Nagetiere.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung