Schüsse auf Kollegen
Polizistinnen flüchteten vom Tatort: Berufsverbot!
Im Mai 2020 eröffnete ein Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle das Feuer auf zwei Polizisten. Einer der beiden Beamten wurde beinahe tödlich von einer Kugel verletzt. Er verdankte sein Leben seiner schusssicheren Weste, die er trug. Weil in dieser lebensgefährlichen Situation zwei am Tatort anwesende Polizistinnen nicht halfen, sondern das Weite suchten, sind die beiden nun mit einem Berufsverbot belegt worden.
Der Zwischenfall in Gevelsberg (Nordrhein-Westfalen) bewegt Deutschland bis heute. Die beiden Polizistinnen waren zufällig am Ort des Schusswechsels vorbeigekommen.
Doch sie unterstützten die beiden Streifenpolizisten, auf die insgesamt 21 Schüsse abgefeuert wurden, sondern flüchteten sofort. Nicht einmal Warnschüsse gaben sie ab. Die Leitstelle informierten die Kolleginnen ebenfalls erst später.
Sie wurden im Jahr 2022 wegen „gemeinschaftlicher versuchter gefährlicher Körperverletzung durch Unterlassen“ zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Später reduzierte ein Berufungsgericht die Strafe auf vier Monate auf Bewährung.
„Schweres Fehlverhalten“
Ein parallel laufendes Disziplinarverfahren ist nun ebenfalls abgeschlossen worden. Wegen ihres „schweren Fehlverhaltens“ hat das Verwaltungsgericht Münster die beiden Frauen mit der schwerstmöglichen Strafe – nämlich einem Berufsverbot – belegt, wie bild.de berichtet.

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