Die „Gipfelwelt 3000“ am Kitzsteinhorn ist Salzburgs höchstgelegenes Ausflugsziel direkt an der Grenze zum größten Schutzgebiet der Alpen. Von der Plattform aus hat man einen Wahnsinns-Ausblick auf den Großglockner und über 30 Dreitausender.
Der Nationalpark Hohe Tauern bietet zu jeder Jahreszeit Naturerlebnisse und ist ganzjährig rund um die Uhr zugänglich. Ein Besuch ist allerdings von den Wetterverhältnissen abhängig. Zu beachten sind das Wegegebot sowie die Leinenpflicht für Hunde. Am eindrucksvollsten lässt sich die Hochgebirgslandschaft mit einem Ranger erleben.
Diese bringen nicht nur viel Wander- und Bergerfahrung mit, sondern wissen, wo die spektakulärste Aussicht zu genießen ist, die buntesten Almwiesen oder ideale Jausenplätze zu finden sind – und nicht zuletzt, wo die „Big Five der Alpen“ zu beobachten sind. Schließlich kennt niemand den Nationalpark so gut wie die Ranger, für die das nicht nur Beruf, sondern Berufung ist.
Die „Big Five“ der Alpen zählen zu den größten und eindrucksvollsten Tieren im Hochgebirge. Einen geschützten Lebensraum haben sie im Nationalpark Hohe Tauern gefunden.
Ranger begleiten durch das Hochgebirge
Täglich wird eine Vielzahl an geführten Touren in allen beteiligten Bundesländern angeboten. Ich entscheide mich für die Kitzsteinhorn Explorer Tour, die noch bis 11. September montags bis freitags angeboten wird und 15 Euro (exklusive Seilbahnticket, Anmeldung erforderlich) kostet. Treffpunkt ist bei der Kitzsteinhorn-Talstation, wo Ranger Werner Schuh schon wartet. Bei diesem Angebot handelt es sich um eine geführte Entdeckungsreise durch vier Klimazonen, die auch für „Nicht-Alpinisten“ leicht bewältigbar ist.
Es dauert allerdings einige Stationen mit den Seilbahnen bzw. Zwischenstopps, bis unsere kleine Gruppe schlussendlich auf über 3000 Metern den Wahnsinnsausblick von der Aussichtsplattform „Top of Salzburg“ auf den Großglockner und über 30 Dreitausender voll auskostet.
Die Sicht ist sensationell, und man muss kein „Bergsteiger“ sein, um diesen Ausflug ins Hochgebirge machen zu können. Wanderschuhe und eine Jacke sind allerdings eine gute Empfehlung, schließlich ist es auf 3029 m Seehöhe auch im Sommer frisch, um nicht zu sagen angenehm kühl.
Die Ranger sind Experten und wissen viel über Fauna und Flora, über Klimawandel undnoch viel mehr Interessantes zu berichten. Sie zeigen zum Beispiel die großartige Tierwelt, schließlich ist das der Lebensraum für etwa ein Drittel aller in Österreich vorkommenden Tiere. Werner hat, wie auch alle anderen Ranger, immer ein gutes Fernglas mit dabei.
Wer Glück hat, sieht etwa den König der Lüfte. Oder lernt etwas über die herzigen Murmeltiere, übersieht auch nicht den blühenden Enzian, erfreut sich an vielen Kleinigkeiten, die zusammen ein beeindruckendes Ganzes ergeben. Es macht einen Unterschied, ob man allein durch den 360 Meter langen Nationalpark-Gallery-Infostollen marschiert, was auch informativ ist, oder ob ein Spezialist führt und auf Fragen oder Details eingeht.
Hier am Kitzsteinhorn bewegt man sich am Rande des Nationalparks, und es ist sozusagen ein Tor zum Hineinblicken, eine Möglichkeit für jedermann, in diese hochalpine Welt leicht und bequem einzutauchen.
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