Ursprung im Iran?

Mysteriöse Cyberangriffe auf US-Wasserversorger

Digital
03.08.2026 10:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mysteriöse Infrastruktur-Hacks in den USA: Nach dem Bekanntwerden von Cyberangriffen auf Wasserversorgungssysteme im US-Staat Minnesota sind kurz darauf auch im Bundesstaat Michigan entsprechende Störungen öffentlich geworden.

„Wir haben einige wenige Meldungen aus Gemeinden in Michigan erhalten, die Aktivitäten aufwiesen, die mit den Beschreibungen der Bundesbehörden übereinstimmen“, teilte ein Sprecher des dortigen Umweltministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.

Er betonte, dass alle Systeme weiterhin sicher arbeiteten und die „Probleme“ von lokalen Betreibern behoben seien. „Es sind keine Auswirkungen bekannt, die eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen“, hieß es weiter. Die US-Bundespolizei FBI hatte zuvor mitgeteilt, dass eine Reihe von US-Staaten sich an die Behörde gewandt haben. „Seit dem 27. Juli 2026 haben Wasser- und Abwasserversorgungsunternehmen in mindestens sieben Bundesstaaten dem FBI Vorfälle gemeldet, die teilweise zu Beeinträchtigungen des Wasserbetriebs führten“, hieß es. 

Unbekannte hätten sich dabei aus der Ferne Zugriff auf internetfähige Geräte verschafft und IP-Adressen und Passwörter geändert. Das FBI machte keine Angaben dazu, ob der Iran hinter den Angriffen steckte. Die US-Behörde für Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen (CISA) warnte jedoch unterdessen vor Cyberangriffen, die von mit dem Iran verbundenen Personen durchgeführt würden. Diese zielten auf Regierungsdienste und -einrichtungen, Wasser- und Abwassersysteme sowie den Energiesektor.

Trump vermutet eher demokratische Inkompetenz
Medienberichten zufolge war es in dieser Woche auch im Staat Minnesota zu entsprechenden Angriffen auf Dutzende Wasserversorgungssysteme gekommen. In deren Folge sei mindestens ein System kurzzeitig offline gewesen. Experten vermuten iranische Hacker dahinter. Die „Washington Post“ berichtete, Geheimdienste gingen davon aus, während sich die „New York Times“ auf Ermittler berief.

Beide Zeitungen stützten sich dabei auf US-Beamte und wiesen jeweils darauf hin, dass die Befunde noch nicht endgültig seien. US-Präsident Donald Trump hingegen vermutete nicht den Iran, sondern den aus seiner Sicht inkompetenten demokratischen Gouverneur Tim Walz dahinter.

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