In seiner mittlerweile achten Zusammenarbeit mit Regisseur Tim Story stolpert Kevin Hart in „72 Hours“ zufällig in eine deutlich jüngere Polter-Runde, was sowohl für die Jungs als auch für den Film Folgen hat...
Die lang ersehnte Beförderung von Werbefachmann Joe (Kevin Hart) steht auf wackeligen Beinen, denn der 40-Jährige scheint den Anschluss zur jüngeren Generation – und somit die Zielgruppe seiner Kunden – verloren zu haben. Da kommt es ihm nur gelegen, dass er im Junggesellen-Gruppen-Chat einer deutlich jüngeren Männerrunde landet und – eh schon unwahrscheinlich genug – von ihr tatsächlich zum Poltern nach Miami eingeladen wird. Joe packt die Gelegenheit beim Schopfe und fliegt tatsächlich spontan nach Florida, um die vier Mittzwanziger Nick (Marcello Hernández), Mason (Mason Gooding), Freshman (Kam Patterson) und Hunter (Ben Marshall) kennenzulernen. Neben dem unvermeidbaren Generationenkonflikt bekommt es die Truppe im Laufe der schicksalhaften und titelgebenden „72 Stunden“ zusätzlich mit der Polizei und einem Drogenkartell zu tun.
„Cringe!“
Wenn es um cineastische Junggesellenabschiede geht, führt kein Weg an „Hangover“ vorbei. Oft kopiert und nie erreicht, setzte der Film 2009 die Messlatte hoch. So hoch, dass Kevin Hart nun – nicht nur ob seiner Körpergröße, über die er uns seine Kollegen sich am laufenden Band lustig machen – aufrecht darunter durchgehen kann. Vor allem seine ewig selbe Filmrolle, in die der erfolgreiche Komiker immer wieder hineinschlüpft, weil er sich in ihr wohlzufühlen scheint, ist mittlerweile weniger lustig als bemitleidenswert – oder wie ein junger Kollege in Joes Werbeagentur es bei seiner Präsentation treffend formuliert: „Cringe!“
Wie bei jedem anderen Junggesellenabschied gilt auch bei diesem: Ob es einem die Kopfschmerzen wert sind, muss jeder für sich entscheiden.
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