Polizei stand vor Tür

Drama geht weiter: Auch Baby-Haare werden getestet

Österreich
26.07.2026 08:00

Nach der Kokainaffäre und einem Gutachten zugunsten der 23-jährigen Niederösterreicherin „fahndet“ die Polizei trotz des negativen Haartests nach der Mutter und ihrem Kind. Die Familie will ihre Unschuld nun auf eigene Faust beweisen ...

Es klingt nach einer Art Verfolgungsjagd, der Kathi und ihr Baby James derzeit ausgeliefert sind. Beide sind im Visier – von emsigen Beamtinnen der Jugendwohlfahrt samt (mittlerweile) Polizeiunterstützung. Wie ausführlich berichtet, wurde der 23-jährigen Niederösterreicherin Kokain-Missbrauch vorgeworfen, nachdem im Spital Substanzen in ihrem Körper und jenem des Kleinen nachgewiesen wurden.

Die Folge war eine Unterbringung in einem Mutter-Kind-Heim in Ansfelden in Niederösterreich – berechtigt, ging es doch um das „Wohl des Kindes“. Die Behörde verordnete schließlich eine Haaruntersuchung, die belegen sollte, ob in Kathis Körper giftige Substanzen vorhanden sind oder jemals waren. Ergebnis: negativ! 

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Wir lassen natürlich noch einen Haartest des Kindes machen, um alle Vorwürfe gegen meine Mandantin ausschließen zu können.

Manfred Arbacher-Stöger, Anwalt

Kontrollen rund um die Uhr, Kathi an „sicherem Ort“
Die junge Mama und ihr Sprössling verließen daraufhin am Freitagnachmittag das Heim auf eigene Faust. Ein Faktum, das der Jugendwohlfahrt offenbar gar nicht schmeckt. Am Freitagabend klopfte bereits eine Beamtin samt Polizeibegleitung an die Tür des Familienhauses in Gänserndorf, in dem James’ Papa und die Großeltern wohnen.

Mittlerweile wird laut Anwalt Manfred Arbacher-Stöger pausenlos patrouilliert. „Das ist wie eine Hetzjagd. Unsere Mandantin ist an einem sicheren Ort. Wo genau, halten wir natürlich geheim.“

Arbacher-Stöger und seine Kanzlei-Partnerin Elisabeth Thaler sehen eines nicht ein: „Jugendwohlfahrt und Polizei erkennen das Gutachten nicht an und weigern sich, mit uns zusammenzuarbeiten. Hier wird ein komplettes Rechtssystem ausgeschaltet.“

Der negative Befund des Haartests der jungen Mutter
Der negative Befund des Haartests der jungen Mutter(Bild: zVg)

In Kathis Drogen-Haartest wurde „nichts nachgewiesen“. Jetzt ist Kindespapa Matthias an der Reihe, er macht den Test freiwillig. Auch Klein-James’ Haare sollen auf Wunsch der Familie im Labor untersucht werden. Die Odyssee geht weiter ...

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