Trotz schwacher Konjunktur bleibt Kärntens Exportwirtschaft weiter auf Erfolgskurs. Die Ausfuhren legten im Vorjahr deutlich zu – es wurde auch wieder mehr importiert.
Kärntens Exportwirtschaft hat im vergangenen Jahr den Wachstumskurs wieder aufgenommen. Die Warenexporte stiegen um 5,1 Prozent auf 9,809 Milliarden Euro. Gleichzeitig wurde mit knapp 1,7 Milliarden Euro der höchste Außenhandelsüberschuss in der Geschichte Kärntens erzielt. Damit zählt das Bundesland weiterhin zu den fünf österreichischen Ländern mit einer positiven Außenhandelsbilanz.
Importe von 8,157 Milliarden Euro
Mengenmäßig legten die Exporte allerdings nur um 0,4 Prozent zu. Das deutet darauf hin, dass die Unternehmen ihre gestiegenen Standortkosten vorerst an internationale Kunden weitergeben konnten. Die Importe stiegen wertmäßig um 1,5 % auf 8,157 Milliarden Euro, während die eingeführten Warenmengen um 3,2 % zurückgingen. Das spricht für eine zurückhaltende Investitionstätigkeit der Betriebe.
Die Rückkehr auf den Wachstumspfad ist ein starkes Signal. Unsere Unternehmen behaupten sich auf den Märkten und konnten ihre Exporte wieder steigern!
Hemma Kircher-Schneider, WK Kärnten
Deutschland bleibt mit Exporten im Wert von 2,6 Milliarden Euro wichtigster Handelspartner. Besonders stark entwickelte sich China, wohin Kärntner Unternehmen Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro exportierten – ein Plus von 23,9 %. Auch Malaysia, Polen, Ungarn und die Schweiz verzeichneten Zuwächse. Wichtigste Exportbranche bleibt der Maschinen- und Anlagenbau mit einem Volumen von knapp drei Milliarden. Deutlich zulegen konnten auch elektrische Maschinen und Holz sowie Fleischprodukte.
Neue Absatzmärkte gesucht
WK-Präsident Jürgen Mandl sieht in den Zahlen einen Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Betriebe: „Angesichts hoher Energie- und Standortkosten sowie geopolitischer Unsicherheiten sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen und neue Absatzmärkte wichtiger denn je.“ Auch Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig betont, dass die Exportoffensive des Landes Unternehmen beim Erschließen neuer Märkte unterstützen soll.
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