Frankreich scheiterte überraschend im WM-Halbfinale an Spanien. Im Land folgten in der Nacht auf Mittwoch schwere Krawalle in fast 200 Städten. Autos brannten, es gab einen Toten und Hunderte Festnahmen.
Insbesondere in der Hauptstadt und Lyon kam es zu Konfrontationen mit der Polizei, wie das Ministerium in Paris mitteilte. Hunderte Autos wurden in den Zentren in Brand gesteckt.
342 Menschen wurden festgenommen, wovon 250 in Polizeigewahrsam kamen. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1128 Böller wurden beschlagnahmt.
Mann erschossen
In Grenoble wurde ein 49-jähriger Mann, der auf der Terrasse einer Bar das Halbfinalspiel schaute, von Angreifern verfolgt und in einer Seitenstraße erschossen, berichtete die Zeitung „Le Parisien“ unter Verweis auf die Polizei. Als Hintergrund wird ein Bandenkrieg vermutet.
Halbfinalspiel am Tag des Nationalfeiertags
Das Halbfinalspiel fiel in Frankreich auf den Nationalfeiertag, den 14. Juli, rund um den es traditionell häufig ohnehin zu Ausschreitungen, Sachbeschädigungen und Brandstiftungen kommt.
Bereits am Vortag Krawalle
Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli kam es in 141 Städten zu Gewalt, Brandstiftungen und dem verbotenen Abfeuern von Feuerwerkskörpern. An beiden Tagen zusammengerechnet wurden in Frankreich landesweit 701 Autos in Brand gesteckt.
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