WM-Finale komplett

WAHNSINN! Argentinien-Joker bricht Englands Herzen

Was war das für eine Schlacht in Atlanta! Argentinien dreht das WM-Halbfinale gegen England spät und folgt damit Spanien ins Finale nach. Joker Lautaro Martinez brach mit seinem Kopftor zum 2:1 in der Nachspielzeit die britischen Herzen ...

Damit steht Argentiniens Superstar Lionel Messi (nach 2022) vor dem zweiten WM-Titel in Folge. Englands Topstürmer Harry Kane dagegen ist nach dem geplatzten Traum im Tal der Tränen.

Tuchels erste Pflichtspielniederlage als englischer Teamchef
In einem hochintensiven Halbfinale in Atlanta setzte sich Titelverteidiger Argentinien mit 2:1 (0:0) gegen das vom Deutschen Thomas Tuchel trainierte England durch. Es war für Tuchel die erste Pflichtspielniederlage als englischer Teamchef.

Der Turnierbaum:

England muss weiter warten
Während die „Three Lions“ 60 Jahre nach ihrem einzigen Triumph weiter warten müssen, treffen Messi und Co. am Sonntag in New York auf Spanien. Vor 68.239 Fans ging England durch Anthony Gordon (55.) in Führung, Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martínez (92.) drehten das Spiel.

Tiefe Trauer bei den Engländern nach dem Schlusspfiff.
Tiefe Trauer bei den Engländern nach dem Schlusspfiff.(Bild: EPA/RONALD WITTEK)

Hitzige erste Hälfte: 30 Minuten kein Torschuss
In der ersten Hälfte regierte noch viel Hektik, viel Aggressivität und viele teils grobe und unschöne Zweikämpfe. Strukturierter Offensiv-Fußball war nicht einmal mit der Lupe zu finden. Trauriges Detail am Rande: In den ersten 30 Minuten gab es nicht einmal einen Torschuss. Noch nie zuvor in der WM-Geschichte waren zwei aufeinandertreffende Teams in Sachen Torschüsse so schlecht wie „Three Lions“ und „Albiceleste“.

In der ersten Hälfte regierte durchwegs Härte.
In der ersten Hälfte regierte durchwegs Härte.(Bild: EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH)

Erst nach der Pause wurde das Halbfinale besser. Argentinien startete bei einer Chance von Julian Alvarez zunächst besser. Englands Keeper Jordan Pickford parierte den aufs kurze Eck angetragenen Schuss (47.).

Den Torbann brach aber England. Nach einer Hereingabe von Rogers löste sich der künftige Barcelona-Profi Gordon hinter dem Rücken seines Gegenspielers und vollendete.

Anthony Gordon brachte England in Front.
Anthony Gordon brachte England in Front.(Bild: AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA)

Argentinien zeigte sich durch Englands Führung unbeeindruckt
Argentinien zeigte sich unbeeindruckt und wollte eine sofortige Antwort. Messi kam immer besser ins Spiel, England schien durch die Führung irgendwie gehemmt, wankte wegen fehlender Entlastung und wurde immer müder. Gordon ging vom Feld, England stellte in der Folge auf Fünferabwehrkette um – Argentiniens Ausgleich lag in der Luft und sollte auch fallen. Fernandez zog einmal mehr aus dem Rückraum ab, Pickford war erstmals geschlagen.

Grenzenloser Jubel bei Argentinien nach dem Ausgleich.
Grenzenloser Jubel bei Argentinien nach dem Ausgleich.(Bild: AFP/ELSA)

„Albiceleste“ hatte den längeren Atmen
Es drohte eine Verlängerung, doch Argentinien hatte noch nicht genug. Eine weitere Flanke sorgte für die endgültige Ekstase: Messi fand Martinez, der per Kopf leichtes Spiel hatte. Es war der finale Nackenschlag für England. Nach dem Spiel brachen alle Dämme. Argentinier und Engländer hatten Tränen in den Augen – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. 

Pfeifkonzert und Buhrufe bei Hymnen
Dass das WM-Halbfinale zwischen den langjährigen Rivalen England und Argentinien hitzig werden sollte, war bereits bei den Hymnen der beiden Nationen klar. Statt „God save the King“ und der „Himno Nacional Argentino“ hörte man bloß ein lautes Pfeifkonzert und Buhrufe.

Während der Hymnen beider Nationen gab es laute Pfeifkonzerte.
Während der Hymnen beider Nationen gab es laute Pfeifkonzerte.(Bild: AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA)

England trifft am Samstag im Spiel um Platz drei auf Frankreich
Im Endspiel am Sonntag in East Rutherford vor New Yorks Toren treffen Lionel Messi und Co. nun auf Europameister Spanien. Die Titelverteidigung bei Weltmeisterschaften hat zuletzt Brasilien 1958 und 1962 geschafft. Für Harry Kane und seine Engländer geht das Turnier im Spiel um Platz drei am Samstag in Miami gegen Frankreich zu Ende.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung